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Der chinesische Schauspieler Zhang Guoli bei einer Promotion für Bordeaux-Wein: China wird kaum unter dem Handelskrieg leiden und importiert weiter kräftig Luxuswaren aus Europa | © Getty Images

Aspoma zum Aktienmarkt China Markt überschätzt Folgen des Handelskriegs

Handelskrieg hin, Zölle her - entscheidend sind fundamentale Fakten, sagen Experten von Aspoma. Den gesamten chinesischen Nettoexporten in die USA von circa 300 Milliarden US-Dollar steht die chinesische Volkswirtschaftsleistung von 14.000 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 gegenüber. Kein Grund zur Panik also, sondern eher zu Optimismus.

25.09.2018 - 17:41 Uhr | Von:  in Beratermeinungen

Der chinesische Aktienmarkt (MSCI China) hat seit Beginn dieses Jahres um 14 Prozent und seit Anfang Juni um zirka 20 Prozent korrigiert. Der wichtigste Grund ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Zusätzlich belasten das „Fed Tightening“ und steigende Zinsen in den USA die Emerging Markets. Daneben haben die Abwertung des Renminbi (RMB) gegenüber dem US-Dollar seit Juni sowie eine leichte Abschwächung des Wachstums in den ersten Quartalen nach einem überdurchschnittlich starken Wachstum im Jahr 2017 ebenfalls eine gewisse Rolle gespielt.

Markt hat sich von Fundamentaldaten entfernt

Aus fundamentaler Sicht ist diese starke Marktreaktion nicht gerechtfertigt. Vielmehr hat sich der Markt, anders als in vergleichbaren Situationen, deutlich von den Fundamentaldaten wegbewegt. Auch wenn das Verhalten der USA im Handelskonflikt den Markt kurzfristig weiter verunsichern kann, ist China auf dem jetzigen Niveau im historischen Vergleich und im Vergleich zu anderen Märkten tief bewertet, sagen die Aspoma-Experten Ming Jiang, Clemens Kustner und Harald Staudinger.

Handelskonflikt hat nur marginale Auswirkungen

Diese Einschätzung ist auf die folgenden Tatsachen gestützt: Der Handelskonflikt hat nur marginale Auswirkungen auf China; die negativen Folgen werden massiv überschätzt. Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass es beim Handelskonflikt zwischen den USA und China nicht (nur) um Handelsthemen geht, sondern letztlich um geopolitische und geo-ökonomische Fragen; entsprechend schwierig kann deshalb eine Einigung sein. Als Investor sollte man sich deshalb den „Worst Case“ ansehen.