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Experten

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Der Mini-Roboter „Little Peach“ arbeitet in einem Restaurant in China. | © Getty Images

Aktuelle Anlagechancen Robotik: Die vierte industrielle Revolution

Die Roboter kommen – und werden uns eine Menge Arbeit abnehmen. Das Thema bietet eine große Palette an Anlagechancen. Wie man sie am besten nutzen kann, beschreibt iShares-Vertriebsexperte Thomas Wiedenmann.

24.11.2016 - 12:24 Uhr

Während die sogenannte dritte industrielle Revolution, nämlich die der Digitalisierung, längst noch nicht abgeschlossen ist, wächst bereits ihr „kleiner Bruder“ heran. Ich rede vom zunehmenden Einsatz von Robotern in industriellen Prozessen, kurz Industrie 4.0. „Maschine ersetzt Mensch“. Sie ist genauso allgegenwärtig und unumkehrbar wie „digital ersetzt analog“. Doch warum ist das so?

Der treibende Faktor im Wettbewerb zwischen Unternehmen sind Kosten: Während die Herstellung von Robotertechnik und Programmen mit künstlicher Intelligenz immer günstiger wird, steigen die Arbeitskosten immer weiter. Letzteres war bis dato nur in den Industrieländern der Fall. Billige Arbeitskräfte in den Entwicklungsländern ersetzten Tätigkeiten in den entwickelten Ländern und hielten so den Faktor Arbeit günstig und wettbewerbsfähig.

In den vergangenen zehn Jahren haben sich allerdings auch in China die Arbeitskosten verdreifacht. Verstärkter Einsatz und weltweite Rekordumsätze von Robotertechnik sind die Folge. Laut einer McKinsey-Studie lassen sich bis zu 45 Prozent des aktuellen globalen Arbeitsvolumens automatisieren – durch bereits bestehende Technologien.

Roboter senken Kosten

Das wird auch zunehmend geschehen, da der Einsatz von Robotern wegen der sinkenden Preise für immer mehr Anwendungen attraktiv wird. Beispiel: Die Kosten für Industrierobotersysteme sind seit 2005 um 37 Prozent gefallen und könnten bis 2025 um weitere 22 Prozent sinken. Das geht aus einer Studie der Boston Consulting Group hervor.

Globale Umsätze mit Robotik steigen