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Berlin im Jahr 1919: Deutsche Arbeiter legen einen U-Tunnel Tunnel. Infrastruktur-Investments waren schon damals beliebt | © Getty Images

Alternative Investments Gar nicht mal so neu

Alternative Investments? Nur halb so neu wie viele denken. Doch eine Sache ist heute anders als vor einigen Jahren.

21.07.2016 - 12:36 Uhr | Von: 

Wenn ich mit Vertriebspartnern rede, höre ich immer wieder, dass Anleger über den Begriff „Alternative Investments“ stolpern. Aktien, Anleihen und Geldmarktprodukte, das kennt man. Was „Alternative Investments“ sind, darüber haben viele aber eher nebulöse Vorstellungen.

Dabei sind alternative Investments gar nicht neu. Ganz im Gegenteil: Auch ganz alte Anlageformen gehören dazu. Ein gutes Beispiel ist der Private Equity-Kapital: Damit haben institutionelle Investoren und vermögende Privatkunden in den USA schon seit den 1950er und in Großbritannien seit den 1970er Jahren positive Erfahrungen gemacht.
Private Equity ist dort aus Portfolios nicht wegzudenken.  Man kann sogar in der Geschichte noch weiter zurückgehen: Bereits seit der Industrialisierung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellten private Bankiers – auch in Deutschland – Eigenkapital für aussichtsreiche Projekte zur Verfügung.

Infrastruktur und Energie: Die Oldtimer unter den Anlageklassen

Anlageklassen wie Infrastruktur, Energie und Immobilien gehören ebenfalls zu den alten Bereichen. Man denke nur an die Finanzierung privater Eisenbahnlinien in den USA oder die Beteiligung privater Kapitalgeber an der Ölförderung.

Alternative Investments sind also gar nicht so neu. Wirklich neu ist allerdings eines: Heute sind sie teilweise auch liquide und transparent. Das war in der Vergangenheit oftmals der Knackpunkt, was man sich im Fall einer Beteiligung an einem mehr oder weniger waghalsigen Eisenbahnprojekt ja auch gut vorstellen kann. Dass das jetzt ganz anders ist, dafür sorgen die UCITS-Regeln, die hohe Anforderungen an Publikumsfonds stellen. Das gilt vor allem für die Liquidität sowie die Risikostreuung.

Handelsstrategien wie Long-/Short, Global Macro oder Event Driven nutzen institutionelle Anleger schon lange zur Absicherung ihrer Portfolios. Auch sie zählen zu den alternativen Strategien. Und auch hier ist lediglich neu, dass es jetzt mehr Möglichkeiten gibt, sie in liquiden Publikumsfonds zu nutzen.

Liquid Alternatives im Trend

Gern werden sie dann auch unter dem Begriff „Liquid Alternatives“ zusammengefasst. Nach Angaben von Morningstar ist die Zahl der Liquid Alternative-Fonds zwischen 2008 und 2014 von 482 auf 1.569 gestiegen. Sie hat hat sich also mehr als verdreifacht. Das ist dann definitiv doch eine neue Entwicklung.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.