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Sommervergnügen am Ammersee: Junge Menschen sollten früh mit dem zukunftsgerichteten Sparen beginnen, um im Alter nicht auf dem Trockenen zu sitzen | © Getty Images

Altersvorsorge Flexible junge Menschen sorgen für Disruption

Nur jeder Fünfte in Deutschland legt Geld für die Überbrückung der Rentenlücke zurück, viele sparen falsch. Ein niederländisches InsurTech verspricht Rendite und Flexibilität – und holt damit auch die Frauen ab.

18.07.2018 - 14:19 Uhr | Von:  in Aktien

Das Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management legt neue Zahlen zum Sparverhalten der Deutschen vor: 81 Prozent der Befragten geben an, regelmäßig Geld zurück zu legen. Ein Drittel spart, um sich größere Anschaffungen wie ein Auto oder eine Reise leisten zu können, fast die Hälfte der Deutschen legt Geld für Notfälle zurück.

Die Altersvorsorge hingegen, für die größere Summen als für ein Auto oder eine Reise aufzuwenden sind, bleibt auf der Strecke: „Dass nach eigenen Angaben nur jeder fünfte Deutsche für die Altersvorsorge spart, zeigt, dass viele ihre Rentenlücke unterschätzen“, konstatiert Christoph Bergweiler, Deutschlandchef bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt/Main.

Die digitale Rentenversicherung myPension will hier gegenhalten. Mit Aufklärung und eigenem Lösungsansatz: „Die klassische Riester-Rente ist gescheitert“, argumentiert Rogier Minderhout, ehemaliger Investmentbanker und niederländischer Gründer von myPension. Seine Kritik: Ein heute 30-jähriger Mann müsse über 90 Jahre alt werden, um seine im Verlauf des Erwerbslebens gezahlten Beiträge zuzüglich Zinsen zurückzubekommen. Die Lebenserwartung für Männer in Deutschland liegt allerdings nur bei 81 Jahren. Minderhout: „Während die Finanz- und Versicherungswirtschaft von Provisionen profitiert, droht Millionen von Riester-Sparern die Altersarmut.“

Tatsächlich ruht inzwischen jeder fünfte der rund 16,5 Millionen Riester-Verträge. Zum einen zahlen viele Sparer nichts mehr ein, weil sie sich Beiträge und Gebühren nicht mehr leisten können. Zum anderen hat sich herumgesprochen, dass „riestern“ für viele Sparer auf lange Sicht zu einem Verlustgeschäft zu werden droht.