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Experten

BlackRock
Rentnerinnen in Lowestoft, England | © Getty Images

Altersvorsorge Sinkende Renten nach Plan?

Aktuelle OECD-Zahlen offenbaren Druck auf das staatliche Rentensystem. Der Bedarf an privater Vorsorge steigt weiter. In diesem Umfeld gewinnen Multi-Asset-Fonds, die auf kontinuierliche Erträge zielen, an Bedeutung. Ein Beitrag von Martin Evers, Director bei BlackRock in Deutschland.

16.11.2016 - 12:03 Uhr | Von: 

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (englisch: Organisation for Economic Co-operation and Development, OECD) hat ein neues Zahlenwerk vorgelegt: Mit „Pensions at a Glance 2015: OECD and G20 Indicators“ bekommt die alte Debatte um sinkende Niveaus der gesetzlichen Rentenversicherung und notwendige private Vorsorge eine neue Dimension – eine internationale. Es lässt sich nämlich deutlich ablesen, wohin die Reise geht. Denn die Volkswirtschaften stehen im internationalen Wettbewerb. Und Kosten für die staatlich finanzierte Altersvorsorge gehen grundsätzlich zu Lasten ökonomischer Leistungsfähigkeit.

Deutschland liegt der Studie zufolge mit einem Bruttoinlandsprodukt-Anteil öffentlicher Ausgaben für Alters- und Hinterbliebenenrenten von rund zehn Prozent heute im oberen Mittelfeld der OECD-Länder mit neun Prozent. Im Vergleich zu den anderen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) zahlt Deutschland allerdings deutlich weniger. Der Durchschnitt liegt bei 11,3 Prozent.

Interessant ist die von der OECD prognostizierte Entwicklung bis 2050. Und hier macht sich neben der Struktur des deutschen Rentensystems auch die Demografie bemerkbar: Demnach würden bei unverändertem Rentensystem 2050 in Deutschland 12,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die staatliche Altersvorsorge aufgewendet. Deutschland würde sich damit weiter vom OECD-Durchschnitt in Höhe von 10,1 Prozent.