Sie besuchen Multiasset.com mit einem veralteten Internet Explorer. Darstellung und Nutzungserlebnis sind deshalb nicht optimal.
Aktuelle Version kostenlos herunterladen »
Brandenburger Tor in Berlin | © Pixabay

Aufgrund guter Konjunktur Geldvermögen der Deutschen steigt auf Rekordwert

Trotz der Niedrigzinsen stieg das Geldvermögen der Deutschen im vierten Quartal 2017 auf einen neuen Höchststand. Das Plus bei Aktien deutet auf ein erhöhtes Renditebewusstsein der Menschen hin.

13.04.2018 - 20:11 Uhr | Von:  in Aktien

Die gute Konjunkturlage beeinflusst den Wohlstand der Deutschen: Wie die Bundesbank mitteilt, stieg das Geldvermögen privater Haushalte im vierten Quartal 2017 auf einen Rekordwert von 5,86 Billionen Euro. Gegenüber dem dritten Quartal entspricht das einem Plus von 1,4 Prozent, auf Jahressicht einem Anstieg von 5 Prozent. Zum Geldvermögen gehören Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen. Immobilien sind davon ausgenommen.

Im vierten Quartal 2017 bestand das Geldvermögen vor allem aus Bargeld und Bankeinlagen (plus 43 Milliarden Euro), gefolgt von Ansprüchen gegenüber Versicherungen (plus 15 Milliarden Euro). Insgesamt wurden Aktien  größtenteils aus dem Ausland sowie Anteile an Investmentfonds im Wert von 3 beziehungsweise 13 Milliarden Euro erworben. Bei den Investmentfonds-Anteilen handelte es sich unter anderem um Anteile an gemischten Wertpapierfonds sowie an Immobilienfonds.

Deutsche gehen riskantere Trades ein

Die aktuelle Entwicklung des Kapitalmarktes deutet trotz der Präferenz für liquide oder als risikoarm wahrgenommene Anlagen auf ein seit der Finanz- und Wirtschaftskrise erhöhtes Renditebewusstsein bei den privaten Haushalten hin. Im Vergleich zu Bargeld und Einlagen sowie Versicherungsansprüchen werden börsennotierte Aktien sowie Anteile an Investmentfonds typischerweise als riskanter empfunden und folglich in Erwartung höherer Renditen erworben. Bei den Schuldverschreibungen gab es hingegen abermals Mittelabflüsse in Höhe von 3 Milliarden Euro.

Neben dem Geldvermögen stiegen auch die Verbindlichkeiten privater Haushalte von Oktober bis Dezember deutlich um 12 Milliarden Euro auf 1,7 Billionen Euro an. Im Vergleich zum dritten Quartal entspricht das einem Plus von 0,7 Prozent. Der Großteil der Kredite entfiel auf den Wohnungsbau und wurde von heimischen Banken vergeben. Abzüglich der Schulden stieg das Nettogeldvermögen der privaten Haushalte gegenüber dem Vorjahr um knapp 5,7 Prozent auf 4,1 Billionen Euro.