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Börsentafel in Tokio: Die Politik sorgt für Gegenwind  | © Getty Images

Ausblick 2019 „Aktien weiter im Blick haben“

Findet das Wirtschaftswachstum 2019 sein Ende? Das ist die Frage, die Anleger beschäftigt. Karen Watkin, Portfoliomanagerin bei AllianceBernstein (AB), prognostiziert ein schwächeres, aber dennoch stabiles globales Konjunkturplus von 2,9 Prozent sowie eine Inflation von 3 Prozent.

05.12.2018 - 12:27 Uhr | Von:  in Research

Anders als noch Anfang der Jahres 2018 gibt es mittlerweile weder synchrones globales Wachstum noch eine Geldpolitik, die weltweit gleich ausgerichtet ist. Anleger sollten sich daher darauf einstellen, dass sich Anlageklassen, Regionen und Sektoren nicht mehr im Gleichschritt bewegen und die Volatilität hoch bleibt. Diversifikation und die Erschließung neuer Ertragsquellen werden 2019 eine bedeutende Rolle spielen.

Politische Risiken steigen

Der Gegenwind durch politische und konjunkturelle Risiken wird schärfer. Ob Italiens Haushaltskrise, der Brexit oder Handelskriege – es gibt genug Auslöser für Marktvolatilität und es wird weitaus mehr Mühe erfordern, einen stetigen Kurs zu halten. Denn: Populismus und Protektionismus gefährden nicht nur einzelne Staaten oder Branchen, sondern das globale Wirtschaftswachstum.

Ein weiteres Risiko birgt China: Dort könnte sich die Wachstumsdynamik stärker abschwächen als von Experten erwartet. Falls die Regierung zu langsam oder zu halbherzig reagiert, könnte ein eskalierender Handelskrieg mit den USA die Investitionsbereitschaft lähmen und die historisch hohen Margen der Unternehmensgewinne unter Druck setzen. Andererseits könnten sich die oben genannten Faktoren besser entwickeln, als gemeinhin angenommen. Zusätzlich könnten geldpolitische Maßnahmen jenseits der USA die globale Nachfrage ankurbeln. Anleger sollten daher weiterhin auf Aktien setzen. Wachsamkeit gegenüber möglichen tiefergehenden Veränderungen ist allerdings unerlässlich.

Die Inflation in Industriestaaten kehrt zurück

In 2019 dürfte die globale Inflation 3 Prozent erreichen. Für die Industriestaaten rechnen wir mit einem Anstieg auf 2,1 Prozent. Hohe Kapazitätsauslastung, enge Arbeitsmärkte, aber auch der anhaltende Erfolg des Populismus dürften dazu beitragen, dass die Inflation langfristig steigt.