Sie besuchen Multiasset.com mit einem veralteten Internet Explorer. Darstellung und Nutzungserlebnis sind deshalb nicht optimal.
Aktuelle Version kostenlos herunterladen »
Pendler auf dem Weg zur Arbeit: Zum Jahresauftakt über eine halbe Million Menschen mehr in überfüllten Zügen und in Staus  | © Getty Images

Beschäftigung in Deutschland Hinter schlanken 1,4 Prozent stehen 609.000 Erwerbstätige

Die Beschäftigtenzahlen steigen mit überdurchschnittlichem Schwung weiter. Die Branche der Finanz- und Versicherungs­dienstleister hingegen kommt mit 18.000 Personen (– 1,5 Prozent) weniger aus.

14.05.2018 - 10:31 Uhr | Von:  in Research

Deutschlands Konjunktur brummt: Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland hat sich im ersten Quartal 2018 auf 44,3 Millionen Menschen erhöht, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Der Anstieg beläuft sich im Vorjahresvergleich auf 609.000 Beschäftigte – ein Plus von 1,4 Prozent. Schon im vierten Quartal 2017 lag der Anstieg im Jahresvergleich bei 1,4 Prozent.

Zwar hat Destatis im ersten Quartal 2018 gegenüber dem Vorquartal einen Rückgang der Erwerbstätigen um 316.000 Personen (minus 0,7 Prozent) festgestellt. Der Rückgang sei zum Jahresauftakt jedoch saisonal üblich, argumentieren die Statistiker: Die Abnahme um 316.000 Personen sei geringer als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre (minus 422.000 Personen).

Der robuste Stellenzuwachs zeigt sich auch saisonbereinigt: Nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen ergibt sich ein leichter Zuwachs (plus 0,4 Prozent) gegenüber dem Vorquartal von 196.000 Personen.

Die Zahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im ersten Vierteljahr 2018 im Vergleich zum ersten Quartal 2017 insgesamt um 676 000 Personen (+ 1,7 Prozent) auf 40,11 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger sank im selben Zeitraum um 67.000 Personen (– 1,6 Prozent) auf 4,24 Millionen. 

Dienstleistungsbereiche befeuern den Anstieg

Der Anstieg der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahresquartal war auch im ersten Vierteljahr 2018 überwiegend auf die Dienstleistungsbereiche zurückzuführen, stellt Destatis fest. „Die größten absoluten Beschäftigungsgewinne innerhalb der Dienstleistungsbereiche gab es bei den Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit mit einem Plus von  210.000 Personen (+ 1,9 Prozent), gefolgt von den Unternehmensdienstleistern mit + 131.000 Personen (+ 2,2 Prozent) sowie dem Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit + 102.000 Personen (+ 1,0 Prozent). Dagegen sank die Erwerbstätigkeit im Bereich Finanz- und Versicherungs­dienstleister um 18.000 Personen (– 1,5 Prozent)“, berichten die Statistiker in Wiesbaden.

Interessant ist der vergleichsweise geringe Zuwachs im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe): Die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal 2018 ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 107.000 Personen (+ 1,3 Prozent) gestiegen. Stärker hat sich die Beschäftigung im Baugewerbe erhöht: Um 45.000 Personen (+ 1,9 Prozent). In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sank die Erwerbstätigenzahl um 18 000 Personen (– 3,1 Prozent). 

Zahl der geleisteten Arbeitsstunden sinkt leicht

Obwohl die Zahl der Beschäftigten steigt, ist die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im ersten Quartal 2018 gesunken: Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitszeit im Vorjahresvergleich um 1,3 Prozent auf rund 345 Stunden zurückgegangen.

Insgesamt erhöhte sich das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen, das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen, im ersten Quartal 2018 um 0,1 Prozent auf rund 15,3 Milliarden Stunden.