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Experten

BlackRock
Goldhändler in Siem Reap, Kambodscha: Die Preise werden vor allem vom US-Dollarkurs gesteuert.  | © Getty Images

BlackRock-Ausblick Goldminen mit gutem Potenzial

Auf längere Sicht wird der Goldpreis steigen, prognostizieren Investment-Experten von BlackRock. Höhere Einkommen, vor allem in Schwellenländern wie China und Indien, kurbeln die Nachfrage nach Schmuck an.

07.02.2018 - 15:05 Uhr | Von: 

Obwohl der Goldpreis sich im Jahr 2017 besser entwickelte als 2016, war die Bilanz für Goldaktien weniger erfreulich. 2016 verbuchte der Goldpreis ein Plus von 9 Prozent, während der FTSE Gold Mines Index 59 Prozent zulegte. 2017 verteuerte sich Gold um 13 Prozent, der FTSE Gold Mines Index stieg jedoch nur um 9 Prozent.

Diese Entwicklung zeigt, dass die Aufholjagd von Goldaktien im Jahr 2016 gemessen am Anstieg des Spot-Preis überzogen war. Sie ist aber auch dem in mancherlei Hinsicht anomalen Verlauf des Jahres 2017 geschuldet, das mit ungewöhnlich vielen operativen Enttäuschungen bei mittelgroßen Goldproduzenten aufwartete. Aufgrund des im Vergleich zu anderen Sektoren kleinen Anlageuniversums reichen diese Entwicklungen aus, um Goldaktien insgesamt unter Druck zu setzen.

Der Goldpreis selbst wurde vergangenes Jahr wie schon 2016 von der Nachfrage zu Anlagezwecken nach oben getrieben. Die Manager von börsengehandelten Goldfonds kauften unter dem Strich im vergangenen Jahr 190 Tonnen Gold.

Schwacher US-Dollar treibt Goldpreis

Der größte Rückenwind für den Goldpreis ging jedoch vom schwachen US-Dollar aus. Der US-Dollar-Index DXY fiel von 102,2 auf 92,1 Zähler. Ursächlich für den Wertverlust der US-Devise war das mal wachsende, mal sinkende Vertrauen des Marktes in das US-Wirtschaftswachstum sowie die nach hinten verschobenen Zinserwartungen. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erhöhte die Zinsen nur drei- statt viermal. Politische Unwägbarkeiten wie die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang nach den nordkoreanischen Raketentests stützten den Goldpreis zusätzlich.

Für das Jahr 2018 sehen wir sowohl stützende als auch belastende Faktoren für Gold-Investments. Der Preis des gelben Edelmetalls tendiert voraussichtlich in einer engen Bandbreite seitwärts. Wegen der höheren Konjunkturerwartungen an die Volkswirtschaften dürfte sich das Interesse der Anleger an sicheren Häfen wie Gold in Grenzen halten. Gleichwohl gibt es aus unserer Sicht zahlreiche Argumente für ein Engagement in Gold: Politische Unsicherheiten und die Verlustgefahr an den Börsen nach einer ungewöhnlich langen Hausse gehören dazu.