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Experten

BlackRock
Times Square in New York: Für europäische Anleger bleibt das hohe Zinsniveau in den USA weitestgehend ein Wunschtraum. | © Getty Images

BlackRock-Ausblick Sattes Plus bei US-Anleihen

Mit dem Zinsanstieg am US-Rentenmarkt hat sich die Attraktivität kurzlaufender US-Anleihen deutlich erhöht. Zum ersten Mal seit Jahren bietet die Asset-Klasse wieder ausreichend hohe Erträge, um die Inflation auszugleichen.

16.05.2018 - 11:33 Uhr | Von: 

Zum ersten Mal seit Jahren bieten Anleihen mit kurzer Laufzeit ausreichend hohe Erträge, um die Inflation auszugleichen. Der Grund hierfür sind die steigenden Zinsen in den USA. Hinzu kommt, dass kurzfristige Renditen nun einen größeren Puffer gegen weitere Zinserhöhungen bieten als Langläufer.

Die Zinsen müssten unseren Schätzungen zufolge um mehr als einen Prozentpunkt nach oben schnellen, um die Renditen eines Jahres für zweijährige US-Treasuries aufzuzehren. Der Puffer ist damit fast doppelt so groß wie vor zwei Jahren und deutlich größer als die schwache Absicherung, die längerfristige Anleihen derzeit bieten.

Höhere Zinsen in den USA sind für Anleger im Euroraum und Japan, die ihre Anlagen abgesichert haben, weitgehend illusorisch. Denn für Investoren, deren Basiswährung nicht der US-Dollar ist, steigen die Kosten für die Absicherung ihrer auf US-Dollar lautenden Investments. Anleger in den USA hingegen erzielen mit der Absicherung von Anlagen in ausländische Anleihen derzeit Gewinne. Trotz geringerer absoluter Renditen sind die Anleihemärkte in Europa und Japan somit attraktiver für Anleger, deren Basiswährung der US-Dollar ist.

Credit Spreads auf niedrigem Niveau

Steigende Zinssätze schmälern die Attraktivität von Unternehmensanleihen. Enge Credit Spreads zeugen vor dem Hintergrund soliden globalen Wachstums und eines moderaten Inflationsanstiegs von geringen Ausfallrisiken. An vielen Märkten liegen die Credit Spreads als Prozentsatz der Gesamtrendite auf dem niedrigsten Niveau seit einem Jahrzehnt. Das Resultat ist eine stärkere Korrelation mit Zinsschwankungen.

Die Spreads sinken bei steigenden Zinsen weniger stark als üblich und werden in einigen Fällen sogar größer. Unternehmensanleihen verlieren somit ihre Wirkung als Puffer gegen steigende Zinsen. Wir sind gegenüber US-Unternehmensanleihen neutral eingestellt und geben bonitätsstärkeren Papieren den Vorzug.

Gegenüber auf Euro lautenden Unternehmensanleihen nehmen wir eine vorsichtige Haltung ein. Das anhaltende Anleiheankaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) hat zu engen Spreads geführt, und das Risiko eines geldpolitischen Kurswechsels sorgt für Unsicherheit. Die vorstehend beschriebene Absicherungsdynamik bietet Chancen für Anleger in US-Dollar. Wir sind Anleihen aus Schwellenmärkten gegenüber aufgrund ihrer vergleichsweise hohen Erträge positiv eingestellt und erwarten, dass sich Anleihen in lokalen Währungen und Strategien mit kurzer Duration in einem von höherer Unsicherheit geprägten Umfeld als widerstandsfähiger erweisen.

 

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.