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Experten

BlackRock
Regattasegeln in Kapstadt: Der BlackRock Dynamic High Income Fund wird dynamisch verwaltet | © Getty Images

BlackRock Dynamic High Income Fund „Exotischer Mix für anspruchsvolle Kunden“

Eine Mischung aus klassischen Aktien und Anleihen, so lassen sich die meisten Mischfonds beschreiben. Nicht so der BlackRock Dynamic High Income Fund: Investoren erhalten damit Zugang zu exotischen Wertpapieren wie REITs und Vorzugsaktien. Portfoliomanager Michael Fredericks beschreibt im Interview die Vorteile.

02.05.2018 - 12:34 Uhr | Von: 

Herr Fredericks, die Mischfonds-Palette von BlackRock ist umfangreich. Warum haben Sie mit dem Dynamic High Income Fund (ISIN: LU1564329032) ein weiteres Anlageprodukt dieser Art auf den Markt gebracht?

Michael Fredericks: Der Fonds ist nicht ganz neu, in den USA gibt es bereits seit November 2014 eine entsprechende Strategie. Wir haben sie in Deutschland auf den Markt gebracht, weil wir laufende Erträge auf hohem Niveau bereitstellen wollen. Regelmäßige Einkommen sind nach wie vor eines der wichtigsten Anlegerziele. Doch die Renditen vieler traditioneller Anleihesegmente sind nur noch Schatten dessen, was vor der Finanzkrise üblich war. Staatsanleihen werfen häufig nur noch die Hälfte der Erträge ab. Im Jahr 2007 bescherten US-Treasuries Investoren noch ein Plus von 4 Prozent pro Jahr, heute sind es nur noch 2,3 Prozent. Die Erträge deutscher Staatsanleihen sind im gleichen Zeitraum sogar von 4,2 auf 0,5 Prozent geschrumpft.

Wie lösen Sie das Renditeproblem mit dem Fonds?

Fredericks: Investoren wollen regelmäßig Einkommen erzielen und ihre Risiken minimieren. Um ausreichende Renditen zu erzielen, müssen Portfolios heute breiter aufgestellt sein als vor der Finanzkrise. Alternativen sind gefragt, vor allem für klassische Staatsanleihen. In den vergangenen Jahren haben sich in erster Linie Dividendenaktien, Hochzinsanleihen und Wertpapiere aus Schwellenländern gut gemacht. Die Masse der Anleger konzentriert sich darauf.

Können Sie ein Investment-Beispiel nennen?

Fredericks: Der Dynamic High Income Fund besteht bis zu 70 Prozent aus Assets, die für Privatanleger in der Regel nur schwer zugänglich sind. Dazu zählen Real Estate Investment Trusts, Vorzugsaktien, variabel verzinste Anleihen, Mortgage Backed Securities und gedeckte Kaufoptionen auf Aktien. Der Rest des Portfolios ist mit traditionellen Wertpapieren wie Dividendenaktien aus den USA und Schwellenländern, Staats- und Hochzinsanleihen und Investment Grade Bonds bestückt. Dieser Mix aus Anlageklassen hat kaum Berührungspunkte mit traditionellen Income-Strategien.

Wie genau funktionieren diese Anlagen?

Fredericks: Real Estate Investment Trusts sind börsennotierte Immobilienfirmen, die bis zu 90 Prozent ihres Jahresüberschusses an Aktionäre ausschütten müssen. Vorzugsaktien kombinieren Merkmale von Aktien und Anleihen: Bei diesen Wertpapieren haben Inhaber zwar kein Stimmrecht, bekommen dafür aber in der Regel eine höhere Dividende. Mortgage Backed Securities sind hypothekenbesicherte Wertpapiere, mit denen nicht liquide Assets in festverzinsliche Wertpapiere umgewandelt werden. Mit einer gedeckten Kaufoption können Anleger eine Option auf ein Wertpapier verkaufen, das sie als Long-Position halten.

Welche Ertragsziele haben Sie sich für den BlackRock Dynamic High Income Fund gesteckt?

Fredericks: Wir wollen konstant laufende Erträge zwischen 6,5 und 7 Prozent pro Jahr und eine hohe Gesamtrendite zu erzielen.

Wie schnell können Sie auf Marktereignisse reagieren?

Fredericks: Der Fonds wird dynamisch verwaltet. Wir können Wertpapiere rasch austauschen und die Strategie an neue Marktbedingungen anpassen. Diese taktische Asset Allocation wird von einer langfristigen, strategischen Benchmark untermauert. Risikomanagement spielt bei BlackRock eine wichtige Rolle.

Wer managt den Fonds?

Fredericks: Das Multi-Asset Income-Team von BlackRock, zu dem neben mir auch Justin Christofel und Alex Shingler gehören. Am 30. September 2017 verwaltete das Team weltweit 28 Milliarden US-Dollar.