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Experten

BlackRock
Goldbarren in der tschechischen Zentralbank. Goldaktien sind im Vergleich zum gelben Edelmetall günstig bewertet. | © Getty Images

BlackRock-Experten über den Goldsektor „Aktien haben Luft nach oben“

Gold hat Anleger im ersten Halbjahr 2018 zwar enttäuscht, die Aussichten für Aktien aus der Asset-Klasse sind jedoch gut. BlackRock-Experten geben einen Überblick über die Lage am Rohstoffmarkt.

08.08.2018 - 15:30 Uhr | Von: 

Der Rohstoffsektor hat sich in der ersten Jahreshälfte 2018 besser entwickelt als der breite Aktienmarkt. Doch wie geht es weiter? Um diese Frage zu beantworten, blicken Experten des BlackRock Investment Institute sowohl auf die Entwicklung der Weltwirtschaft als auch auf politische Faktoren. In einem aktuellen Szenario erwarten sie für den Rest des Jahres ein kontinuierliches Wachstum und eine moderat steigende Inflation. Wir vom Natural Resources Team teilen diese Einschätzung und sehen darin ein günstiges Umfeld für Investitionen in Rohstoffe.

Bergbau: freier Cashflow in Hülle und Fülle

Bergbauaktien behaupteten sich bereits im ersten Halbjahr 2018 gut. Die Margen im Sektor sind nach wie vor hoch und der von den Rohstoffpreisen generierte hohe freie Cashflow schlägt sich in den Geschäftsberichten nieder.

Freier Cashflow im Minensektor so hoch wie nie

Quelle: Bank of America Merrill Lynch und Bloomberg, 6. Juni 2018. Nur zur Veranschaulichung.

Wir sind der Meinung, dass die Preise der meisten Bergbauerzeugnisse angemessen sind und gehen davon aus, dass sie in einer engen Spanne verharren. Wichtig ist jedoch, dass in den Kursen von Minenaktien weiterhin Rohstoffpreise eingepreist sind, die deutlich unter den heutigen Spot-Preisen liegen. Rohstoffaktien haben folglich aus unserer Sicht noch Luft nach oben. Die Entwicklung bei den Rohstoffpreisen schätzen wir aber eher neutral ein.

Viele Anleger haben immer noch kein Vertrauen in Minengesellschaften. Sie  befürchten, dass diese in Sachen Kapitaldisziplin nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Nach unserer Einschätzung sind die schlechten Erfahrungen des letzten Abwärtszyklus beim Management aber noch präsent. Einige Unternehmen kündigen moderat steigende Erhaltungsinvestitionen an, die in den meisten Fällen unerlässlich und kein Hinweis auf mangelnde Kapitaldisziplin sind.