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Experten

BlackRock
Börse in New York: Von dem Volatilitätsanstieg Anfang Februar haben sich die Märkte bis heute nicht komplett erholt | © Getty Images

Börsen in Bewegung 3 Lehren für Investoren

Investoren werden angesichts der gestiegenen Volatilität zunehmend nervös. Doch gibt es wirklich Grund zur Panik? Martin Lück, Chef-Investmentstratege bei BlackRock, stellt drei Lehren vor, die Marktteilnehmer aus den Entwicklungen ziehen können.

14.06.2018 - 12:11 Uhr | Von: 

2017 war ein äußerst erfolgreiches Börsenjahr. Niedrige Zinsen und das starke globale Wachstum sorgten für gute Stimmung. Geopolitische Risiken gerieten in den Hintergrund und Investoren positionierten sich risikofreudig – bei niedriger Volatilität.

Vergangenen Januar sah es noch so aus, als könne das Gewinnumfeld auch 2018 Bestand haben. Um rund 5 Prozent legten die wichtigsten Aktienindizes in den ersten Wochen zu. Die Steuersenkungen in den USA ließen ein üppiges Gewinnplus bei den Unternehmen erwarten und die Fundamentaldaten waren robust. Wenig bis nichts sprach dafür, dass sich am Szenario, welches inzwischen gern mit dem Prädikat „Goldilocks“ versehen wird, etwas ändert.

Woher der Volatilitätsausbruch kommt

Vergangenen Februar wurden Investoren dann eines Besseren belehrt: Die Volatilität stieg unvermittelt stark an. Zwar wurden die Kursschwankungen durch technische Faktoren verstärkt, dennoch geht die Bedeutung dieses Marktverhaltens weit über einen „Flash Crash“ hinaus. Offensichtlich hatte sich etwas Grundsätzliches auf der Anlegerseite verändert. Schließlich war der Absturz des S&P 500 am Freitag vor dem eigentlichen Crash offenbar eine Reaktion auf die starken US-Payroll-Zahlen für Januar. Insbesondere die Erhöhung der Stundenlöhne von 2,6 auf 2,9 Prozent ließ Investoren eine Überhitzung der US-Volkswirtschaft und damit schnellere Zinserhöhungen seitens der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) befürchten.