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Gegessen wird immer, und bald noch mehr: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) rechnet bis 2050 mit einem Anstieg der Lebensmittelproduktion um 70 Prozent  | © Getty Images

CPR AM setzt auf nachhaltige Megatrends, Teil I „Wir investieren in Nahrungsmittel, Bildung und Klimawandel“

Die rasanten Veränderungsprozesse in der Welt stellen vor Herausforderungen, eröffnen jedoch gleichzeitig Chancen für Anleger. Wie sich diese nutzen lassen, erläutert Tegwen Le Berthe, Head of ESG Development bei CPR Asset Management, im ersten Teil unseres Interviews.

02.04.2019 - 10:40 Uhr | Von:  in Aktien

Herr Le Berthe, CPR Asset Management ist in Deutschland bislang wenig bekannt. Könnten Sie ein paar kurze Worte zu der Fondsgesellschaft sagen?

Tegwen Le Berthe: Wir sind eine 100-prozentige Tochter von Amundi, dem größten Asset Manager in Europa. Bei CPR arbeiten rund 100 Beschäftigte, die ein Anlagevolumen von insgesamt 47,5 Milliarden Euro managen. Unsere Kunden sind vor allem institutionelle Investoren, Unternehmen und Vertriebsgesellschaften. Das Besondere an CPR ist, dass wir innovative Anlagestrategien entwickeln, die auf unseren spezifischen ESG-Risikofaktoren und unserer Methodologie der Impact-Messung basieren.

Dabei setzen Sie auf vier langfristige Megatrends.

Le Berthe: Dazu zählt zunächst die demographische Entwicklung. Auf der Welt gibt es immer mehr Menschen. Zweitens beobachten wir ökonomische Umbrüche. Zum Beispiel gewinnen die Schwellenländer immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung. Drittens stehen wir vor enormen klimatischen Veränderungen. Hier stellt sich die Frage, wie es uns gelingen kann, die weltweite Erderwärmung auf maximal 1,5 bis zwei Grad verglichen mit den vorindustriellen Durchschnittstemperaturen zu begrenzen. Schließlich sehen wir – viertens – eine technologische Revolution. Immer mehr Industrien und Lebensbereiche werden digital durchdrungen.

Wie kombiniert CPR diese Megatrends mit ESG-Kriterien?

Le Berthe: Am Anfang unseres Investment-Prozesses identifizieren wir die großen Trends mit ihren spezifischen Wachstumstreibern. Daraus leiten wir dann konkrete Investment-Opportunitäten ab. Dieser Ansatz bedeutet, dass wir auf strukturelle, also langfristige Trends setzen und einen entsprechenden Investment-Horizont haben. Außerdem investieren wir in verschiedene Sektoren.

Auf der Unternehmensebene schauen wir dann, wie sich Firmen in Bezug auf die ESG-Kriterien verhalten und ob es Kontroversen gibt. Dabei bewerten wir die spezifischen Kriterien, die für den jeweiligen Megatrend relevant sind, in dem sich ein Unternehmen bewegt. Außerdem spielt es für unsere Investment-Entscheidungen eine Rolle, ob und inwieweit ein Unternehmen einen positiven sozialen oder ökologischen Einfluss ausübt. Dabei orientieren wir uns an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.