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Dänische Königsfamilie: Sie brauchen keine Hypothekenpfandbriefe | © Getty Images

Dänische Pfandbriefe Keine Ausfälle in 220 Jahren

Wie kann man ein Portfolio stabilisieren? Ulrik Carstens, leitender Fondsmanager bei Danske Bank Asset Management, sieht eine gute Möglichkeit hierfür in dänischen Hypothekenpfandbriefen. Ein Argument: Sie bieten ähnliche Risikoprämien wie Euro-Unternehmensanleihen mit Investment Grade-Rating.

10.07.2018 - 18:05 Uhr | Von:  in Immobilien

Niedrige Risikoprämien bei Investment Grade-Unternehmensanleihen sind für viele institutionelle Investoren herausfordernd, insbesondere in der Eurozone. Hinzu kommt: Gleichzeitig nehmen die Schwankungen an den Kapitalmärkten zu, in den USA beginnen die Zinsen zu steigen und die Spreads sich zu weiten. Dies belastet Unternehmen bei der Refinanzierung ihrer inzwischen hohen Verschuldung. Vor diesem Hintergrund steigt auch das Risiko für so genannte „fallen Angels“, womit die Verschlechterung des Ratings von Investment Grade auf Ramsch-Status bezeichnet wird.

Höchstmaß an Sicherheit ohne Ausfälle

In solch einem Umfeld bieten dänische Hypothekenpfandbriefe Sicherheit – und zwar bei ähnlichen Risikoprämien wie Euro-Unternehmensanleihen mit Investment Grade-Rating. Dies liegt an der fristen- und zinskongruenten Refinanzierung der ihnen zu Grunde liegenden Immobiliendarlehen. Gleichzeitig ist dies der wesentliche Unterschied zu anderen Märkten für gedeckte Schuldverschreibungen (Covered Bonds) in Europa. So wurden bei dänischen Pfandbriefen im rekordverdächtigen Zeitraum von über 220 Jahren keine Kreditausfälle verzeichnet.

Immer mehr internationale Investoren greifen zu

Dieses Höchstmaß an Sicherheit macht zunehmend auch internationale Investoren aufmerksam. Ihr Anteil erhöhte sich in den letzten 10 Jahren von etwa 10 auf derzeit mehr als 25 Prozent des Marktvolumens. Ein weiterer Pluspunkt ist in den heterogenen Anlagestrategien der verschiedenen Anleger innerhalb des dänischen Marktes zu sehen. Sie vermeiden, dass große Anteile der Investoren zum gleichen Zeitpunkt in die Anlageklasse ein- oder aussteigen und dementsprechende Verwerfungen auslösen. Beispiele sind die Liquiditätsvorschriften von dänischen Banken und die Eigenkapitalunterlegung von Investments europäischer Versicherungsgesellschaften unter Solvency II.