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Hoch erfreut über den RWE-Gewinn im zweiten Quartal: Peter Terium (mit Glocke), Vorstandschef von RWE, an der Frankfurter Börse | © Getty Images

DAX-Konzerne Zweites Quartal bringt neuen Umsatzrekord

Deutschlands Bruttoinlandsprodukt stieg im zweiten Quartal zum zwölften Mal in Folge. Vor allem die DAX-Konzerne trugen dazu bei. 2017 könnte für sie ein Rekordjahr sein.

15.08.2017 - 16:21 Uhr | Von:  in Aktien

In Deutschland verlief der Sommer nicht nach Plan. Viel Regen, Wind und Stürme sorgten für trübe Aussichten. Für die deutsche Wirtschaft hingegen hätte es nicht besser laufen können. Denn wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um 0,6 Prozent. Wichtigster Treiber für diesen Anstieg war ein starker Privatkonsum, der sich aus den geringen Arbeitslosenzahlen und dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld ergibt.

Vor allem die DAX-Konzerne profitierten von dieser Entwicklung. Im zweiten Quartal erhöhten sie ihre Umsätze um 6 und die Gewinne um rund 30 Prozent, wie eine Studie der Wirtschaftsprüfer von EY (ehemals Ernst & Young) feststellt.

Der operative Gewinn der DAX-Konzerne erhöhte sich im zweiten Quartal auf 39 Milliarden Euro – rund 9 Milliarden Euro mehr als im ersten Quartal 2017. Insgesamt vermeldeten drei von vier DAX-Unternehmen Gewinne im zweiten Quartal.

So viel Umsatz wie noch nie

Die Umsätze stiegen sogar auf ein neues Rekordhoch. 344 Milliarden Euro nahmen die Konzerne am Ende des zweiten Quartals ein. Von April bis Juni hatten die 30 DAX-Unternehmen bislang in keinem Jahr so viele Umsätze in einem Quartal erwirtschaftet. Gegenüber dem ersten Quartal bedeutet das ein Plus von 6 Prozent.

Die stärksten Zuwächse bei den Erträgen kann sich HeidelbergCement auf die Fahnen schreiben. Hauptgrund für die Umsatzsteigerung um 29 Prozent war die Übernahme des italienischen Baustoffkonzerns ItalCementi. Die höchsten Gewinnsteigerungen erfuhren die Energie-Riesen E.on und RWE, deren Erträge sich im zweiten Quartal um 343 bzw. 238 Prozent erhöhten. Hauptsächlich aufgrund von Rückerstattungen der Bundesregierung auf die zuvor gezahlte Kernbrennstoffsteuer.