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Markt in Peking: 2019 ist in China das Jahr des Schweins | © Getty Images

China Wirtschaftsschub durch Seidenstraßen-Projekt

2019 ist in China das Jahr des Schweins. Sein Merkmal: Wenn es sich ein Ziel gesteckt hat, wird es all seine Energie hineinstecken, um dieses zu erreichen – wie die Regierung in Peking beim Seidenstraßen-Projekt.

04.02.2019 - 10:12 Uhr | Von:  in Infrastruktur

Am 5. Februar feiern die Chinesen ihr Neujahrsfest. Der auch als Frühlingsfest bekannte Beginn des neuen Jahres ist das wichtigste traditionelle Fest im Land. 2019 ist laut dem chinesischen Horoskop zudem das Jahr des Schweins. Seine Charakteristik: Wenn es sich ein Ziel gesteckt hat, wird es all seine Energie hineinstecken, um dieses zu erreichen.

Genau das passiert in China gerade mit der „One Belt, One Road Initiative“ der Regierung. Dabei handelt es sich um eine 2013 ins Leben gerufenes Programm zur Wiederbeleung der historischen Seidenstraße. Es demonstriert die geopolitische Stärke Pekings und unterstreicht die Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft. Kim Catechis, Manager des Legg Mason Martin Currie Global Emerging Market Funds, mahnt Anleger daher auch, sich nicht nur auf den Handelszwist zwischen China und den USA zu konzentrieren: „Das Wachstum in China hat sich verlangsamt. Anleger sollten dabei jedoch wichtige Aspekte wie die One Belt, One Road Initiative nicht vergessen.“ Das Großprojekt sei ein wichtiger Wachstumstreiber sowohl für China als auch für zahlreiche weitere Schwellenländer und verdiene daher das Augenmerk der Anleger.

Investitionschancen durch Seidenstraße

Mit Blick auf das Volumen an Infrastrukturinvestitionen und das damit verbundene Potenzial für Anbindungen innerhalb der Region sei die neue Seidenstraße heute so vital wie bei ihrer Einführung, glaubt Catechis: „Aus Portfoliosicht sind wir davon überzeugt, dass die One Belt, One Road Initiative ein wichtiger Treiber für einige herausragende Investitionschancen sein wird. Als besonders interessant könnten sich dabei die Nutzer der neuen Infrastruktur erweisen, also jene Unternehmen, dessen Märkte sich durch die neuen Möglichkeiten erweitern und die damit Zugang zu einem soliden Umsatzwachstum erhalten.“

Catechis gibt weiterhin zu bedenken, dass die Initiative auch physische Grenzen überschreiten wird. Er spielt damit auf die Auswirkungen der „digitalen Seidenstraße“ an, die die bisher überwiegend in den Schlagzeilen stehenden Land- und Seeverbindungen ergänzt und die Anleger ebenfalls nicht unterschätzen sollten: „Unternehmen wie die chinesische Handelsbank ICBC, die einer der Vorreiter bei der Finanzierung des Projektes sein wird, oder E-Commerce-Giganten wie Alibaba sollten zu den Hauptprofiteuren einer größeren Konnektivitäten zwischen den Regionen sein.“