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Experten

BlackRock
Auf Plan A folgt oft schnell Plan B: Privatanlegern fällt Stillhalten schwer | © Thomas Reimer / fotolia

Einfach kein Stil Auch ein beliebter Anlegerfehler

Investoren neigen dazu, aus subjektivem Gefühl und persönlicher Erfahrung heraus zu entscheiden mit verheerenden Folgen. Das Abweichen von festgelegten Strategien bringt meist nichts Gutes.

03.07.2017 - 11:25 Uhr | Von: 

2016 haben globale Aktien gemessen am Aktienindex MSCI World mehr als 8 Prozent zugelegt. Das Jahr 2017 läuft Stand heute sogar noch besser. Der durchschnittliche Privatanleger bleibt mit der Performance seines Depots jedoch meist deutlich darunter und erzielt oft nur die Hälfte der Index-Steigerung. Das gilt auch für Investoren, die prinzipiell ein Aktienrisiko akzeptieren.

Grund dafür ist meist das Fehlen einen konkreten Anlagestrategie beziehungsweise eines Anlagestils, dem man sich verpflichtet fühlt. Falls sowohl Anlagestrategie als auch Anlagestil existieren, werden sie oft nicht konsequent eingehalten. So geraten Anleger, die als Value-Investoren gestartet sind, in Versuchung und kaufen überbewertete Titel, die gerade in Mode sind.

Eine Abweichung vom eingeschlagenen Weg bringt meist nichts Gutes – Disziplin ist an den Finanzmärkten die halbe Miete. Anleger, die in den letzten zehn Jahren eine konstante Aktienquote gehalten haben, hatten die Chance, hohe Gewinne einzufahren – und zwar unabhängig davon, ob die Quote 30 Prozent, 70 Prozent oder 100 Prozent betrug. Nur die konsequente Einhaltung der gewählten Strategie führte schon zum Erfolg.

Bauchgefühl leitet Investoren

Statt strategie- und stilkonform zu entscheiden, überwiegen bei Investoren aber oft Bauchgefühle. Privatanlegern fällt Stillhalten besonders schwer. Das ist menschlich, aber im Bereich Geldanlage meist nicht erfolgversprechend.

Untersuchungen zeigen: Je häufiger Depots umgeschichtet werden, desto schlechter ist das Anlageergebnis. Zum einen, weil die Transaktionskosten Renditen auffressen. Zum anderen, weil Emotionen statt Strategie und kühler Kopf entscheiden. Anleger müssen nicht unbedingt strikt eine buy-and hold-Strategie einhalten, sollten aber stets nach klaren Regeln handeln.

Stattdessen neigen Investoren oft dazu, aus subjektivem Gefühl und persönlicher Sichtweise und Erfahrung heraus zu entscheiden. Plötzlich „spürt“ ein Anleger ganz deutlich, dass diese Mode bestimmt zum nächsten großen Trend wird. Oder der Herdentrieb: Wenn scheinbar alle investieren, möchte man nicht außen vor sein. Oder man kann der Verlockung neuer Produkte nicht wiederstehen, obwohl die nüchterne Analyse der Marktchancen eventuell einen anderen Schluss nahelegt.

Diese Reaktionen zeigen, wie wichtig Berater in der Finanzbranche sind.  Sie helfen Investoren, unter Berücksichtigung ihrer individuellen Risikobereitschaft eine Anlagestrategie festzulegen. Zudem sorgen sie dafür, dass die gewählte Strategie über einen längeren Zeitraum konsequent eingehalten wird.

Berater können Anlegern Stil- und Strategiedisziplin ganz stringent und quasi per Definition verordnen, indem sie Multi-Asset-Fonds als Zielinvestment vorschlagen.  In dieser Fondsklasse gibt es Produkte, die sich seit Jahrzehnten mit klaren, aber dennoch flexiblen Anlagestrategien am Markt bewährt haben.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.