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Müllsammler in Buenos Aires: Kapitalabflüsse und politische Probleme lasten auf Schwellenländern wie Argentinien und Brasilien | © Getty Images

Einschätzung von StarCapital zur Lage an den Aktienmärkten „Alles in allem positive fundamentale und monetäre Situation“

Ein versöhnliches Jahresende für die Aktienmärkte erwartet Manfred Schlumberger, Vorstand und Lead Portfoliomanager bei StarCapital. Aktuell hat das Investment-Team jedoch die Aktienquoten in allen Fonds reduziert, um antizyklisch für die Opportunitäten der nächsten Wochen und Monate gerüstet zu sein.

09.07.2018 - 11:16 Uhr | Von:  in Fonds

„Die Weltwirtschaft weist zwar weiterhin hohe Wachstumsraten auf, aber die Frühindikatoren deuten global auf eine nachlassende Dynamik hin. Trotz der sieben Zinserhöhungen, die die Notenbank FED bereits vollzogen hat, weist die US-Wirtschaft das stärkste Momentum auf“, fasst Manfred Schlumberger, Leiter des Portfoliomanagements und Vorstand der StarCapital, Teil der Bellevue Group AG, in seinem aktuellen Monatskommentar „StarInvest“ die Marktsituation zusammen.

US-Aktienmarkt vor allmählicher Abschwächung

Einerseits habe die schuldenfinanzierte Steuerreform Trumps das Wachstum angekurbelt und die Unternehmensgewinne auf Zuwachsraten von über 20 Prozent getrieben. Andererseits könnten die nachlassende Liquiditätsversorgung, steigende Energiekosten, die Dollarstärke und der Handelsstreit zu einer allmählichen Abschwächung führen. Die hohe Renditedifferenz, die aus dem aufgewerteten US-Dollar resultiert, sieht der Portfoliomanager als große Opportunität für die er mit seinem Team die freiwillige interne Fremdwährungsobergrenze von 10 Prozent im Winbonds plus auf 20 Prozent erhöht hat. Diese Investments sieht er zugleich als Absicherung gegenüber möglichen weiteren Turbulenzen an den Aktienmärkten.

Anders sieht das Bild in Europa, Japan und den Schwellenländern aus, wo das Wachstumsmomentum bereits merklich nachgelassen hat. Die chinesische Währung Renminbi musste von der Notenbank bereits abgewertet werden und andere Schwellenländer waren gezwungen ihre Währungen durch Zinserhöhungen zu stabilisieren. Der Zinsvorsprung dieser Länder gegenüber dem Dollar sei dadurch in den letzten Jahren unattraktiver geworden, Kapitalabflüsse und politische Probleme wie in Brasilien, Argentinien und der Türkei hätten die Problematik verschärft und teilweise zu heftigen Abwertungen geführt, so Schlumberger.