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Experten

BlackRock
Schachspieler in Sydney: An den Finanzmärkten ist die richtige Taktik ausschlaggebend | © Getty Images

Fehlgriffe bei der Asset Allocation Ausgetretene Wege führen in die Sackgasse

Investoren konzentrieren sich gerne auf Branchen, mit denen sie emotional verbunden sind. Das ist ein Fehler – die Performance stimmt am Ende nicht immer.

18.07.2017 - 17:35 Uhr | Von: 

„Ich glaube, dass es auf der Welt einen Bedarf von vielleicht fünf Computern geben wird“, schätzte der IBM-Vorstandsvorsitzende Thomas J. Watson im Jahr 1943. Damals war diese Aussage sicherlich plausibel, heute ruft sie eher ein Schmunzeln hervor.

Diese Art von Betriebsblindheit erinnert an ein unter Anlegern häufig auftretendes Phänomen: Sie kaufen, was ihnen vertraut ist und ignorieren Unbekanntes. Im Ergebnis sind Portfolien oft nicht ausreichend diversifiziert.

Kein Portfolio ohne Diversifikation

Viele Investoren setzen vorrangig auf Titel, mit denen sie emotional verbunden sind. Bestes Beispiel: Autoaktien. Hier wird oft eine persönliche Leidenschaft auf das erwartete Anlegerverhalten im Gesamtmarkt übertragen. Die Investitionsentscheidung ist subjektiv gefärbt.

Ein weiteres Phänomen, das in Anlegerkreisen häufig auftritt, ist Selbstüberschätzung. „Bei Autos macht mir keiner etwas vor“, so beispielsweise die Überzeugung. Selbst wenn dem so ist sollten Investoren bedenken, dass Kurse schwanken und selbst für Profis schwer zu prognostizieren sind. Diversifikation ist daher unerlässlich.

Oder Investoren kaufen gerne Aktien des eigenen Arbeitgebers. Das ist „Betriebsblindheit“ im wahrsten Sinne des Wortes. Aus Portfoliosicht entsteht dadurch immer ein unnötiges Konzentrationsrisiko. Wenn es dann im Unternehmen oder in der Branche Probleme gibt, ist auf einmal nicht nur der Arbeitsplatz, sondern auch das Aktiendepot in Gefahr.

Es ist auch schon vorgekommen, dass eine ganze Branche besonders hochgejubelt wurde und dadurch immer mehr Investoren anzog. Die Technologieblase im Jahr 2000 ist ein gutes Beispiel. Nach dem Rausch kam für viele Investoren das böse Erwachen. Diversifizierte Portfolios haben beim Platzen der Dotcom-Blase eindeutig weniger Verluste erlitten als konzentrierte Depots.

Sich an den Finanzmärkten von Gefühlen leiten zu lassen, ist eher unklug. Finanzberater sind in dieser Hinsicht in gewissem Sinne emotionslos. Natürlich bieten einzelne Branchen zu gewissen Zeitpunkten überdurchschnittliche Chancen, die es zu nutzen gilt. Berater müssen jedoch sicherstellen, dass Anleger die Diversifikation im Portfolio nicht außer Acht lassen.

Oder man spart sich die Arbeit. Denn global aufgestellte Multi-Asset-Fonds umgehen selbst dieses Problem.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.