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Vielfalt ist Trumpf

08.03.2019 11:21 Uhr | Von: 

Und auch die zwischenmenschlichen Eigenschaften von Frauen sieht Millet als Erfolgsfaktor. „Der Führungsstil von weiblichen Vorgesetzten basiert häufig auf Partizipation und ist bei Führungspositionen von Vorteil, die einen radikalen Wandel anstreben.“

Vielfalt macht Unternehmen erfolgreicher

Microsoft-Aktionärshauptversammlung (v.l.n.r.): President und Chief Legal Officer Brad Smith, Vorstandsvorsitzender Satya Nadella, Executive Vice President und Chief Financial Officer Amy Hood sowie Aufsichtsratsvorsitzender John Thompson. Microsoft zählt zu jenen Unternehmen, die für ihre Angestellten in den USA eine bezahlte Elternzeit für Väter eingeführt haben. Foto: Getty Images

Wenn Frauen und Männer gleichermaßen an der Führung von Unternehmen beteiligt sind, sind diese erfolgreicher. Das belegen zahlreiche Studien. So ermittelte die Unternehmensberatung McKinsey schon im Jahr 2010, dass börsennotierte Unternehmen, bei denen auch Frauen im Vorstand sitzen, im Schnitt 15 Prozent mehr Gewinn erzielen.

Diversität gewinnt im Asset Management an Bedeutung

Manche Asset Manager machen sich diesen Zusammenhang zunutze und haben den Frauenanteil in den Führungspositionen von Unternehmen sowie ihre Geschlechterpolitik zu einem Investitionskriterium oder zum zentralen Thema von Fonds gemacht. So hat beispielsweise Ampega Investment im Jahr 2015 den „GenderPlus Aktienfonds“ aufgelegt. Dieser enthält unter anderem Titel aus dem Gender-Index, den Ampega in Zusammenarbeit mit den Börsen Hamburg und Hannover entwickelt hat und der über einhundert deutsche Unternehmen enthält, deren Vorstand zu mindestens 30 Prozent von Frauen besetzt ist. Auch Robeco, Axa und Lyxor bieten Fonds an, die sich auf Unternehmen konzentrieren, die durch ihre Governance zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen beitragen. Zuletzt hat auch Nordea einen solchen Fonds aufgelegt.

Auch intern gewinnt für Asset Manager die Förderung der Gleichberechtigung und Diversität an Bedeutung. Der britische Vermögensverwalter Schroders zählt beispielsweise zu den ersten Unternehmen im Financial Times Börsenindex FTSE 100, die den Unterschied zwischen den Gehältern von Männern und Frauen im Unternehmen offenlegt. Der „Schroders Gender Pay Disclosure Report“ analysiert nicht nur die Gehälter und die Gründe für mögliche Unterschiede, sondern auch die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr.