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Experten

BlackRock
Antoine Griezmann (Frankreich) trifft bei der Fußball-Weltmeisterschaft Mathew Ryans (Australien) Tor: Insgesamt läuft ein Marktwert von 10,3 Milliarden Euro auf den grünen Rasenflächen Russlands. | © Getty Images

Fußball-WM Weltweit anlegen in die Meister der Asset-Klassen

Die Fußball-Weltmeisterschaft läuft, und Deutschland wird – zumindest nach sportlichen Fähigkeiten – von Agenturen eindeutig als Sieger favorisiert. BlackRock-Analysten nehmen einen etwas anderen Vergleich vor: Aktienmärkte versus Teilnehmerländer.

20.06.2018 - 10:27 Uhr | Von: 

Endlich ist es soweit: Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft verteidigt den Weltmeister-Titel in Russland. Gelingt Jogi Löws Team erneut ein Sieg, wäre es der erste erfolgreiche Titelverteidiger seit Brasilien im Jahr 1962. Aber jeder Anleger kennt natürlich das Lieblings-Credo einer jeden Compliance-Abteilung: Vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für künftige Performance. Für Spannung ist also gesorgt.

Anlegen wie ein Weltmeister

Insgesamt läuft bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ein Marktwert von 10,3 Milliarden Euro auf den grünen Rasenflächen. Klingt viel? Im Vergleich zum MSCI World Aktienindex ist die Summe verschwindend gering. Dieser kommt mittlerweile auf eine Marktkapitalisierung von 40.061 Milliarden US-Dollar. Während im Index die Tech-Riesen Apple, Microsoft und Amazon das größte Gewicht einnehmen, sind es bei der WM die Mannschaften von Frankreich (Marktwert: 1,07 Milliarden Euro), Spanien (Marktwert: 992 Millionen Euro) und Deutschland (Marktwert: 949 Millionen Euro). Fairerweise muss jedoch dazu gesagt werden, dass bei der WM auch nur 32 Mannschaften im Einsatz sind, wohingegen der MSCI World Index aktuell 1,648 Titel umfasst.

Wie in jedem Aktienindex wird auch beim MSCI World regelmäßig ein sogenanntes „Rebalancing“ vorgenommen. Hierbei werden – je nach Marktkapitalisierung – Aktien in das Börsenbarometer auf- oder herausgenommen. Auch bei der Fußball-WM gibt es in diesem Jahr ein Rebalancing. So sind die Mannschaften Italiens und der Niederlande aus dem Index der 32 stärksten Mannschaften der Welt hinausgeflogen. Aufgenommen wurden hingegen unter anderem Panama und Island. Auch Ägypten ist zum ersten Mal seit dem Jahr 1990 wieder im „WM-Index“ enthalten – dank des genialen Fußballers Mo Salah. Verschiebt sich also wie in der Weltwirtschaft auch im Fußball das globale Gravitätszentrum weg vom Kern Europas hin in Richtung Schwellenländer? Die deutsche Mannschaft wird diesem Trend sicher entgegenwirken wollen.

In der nachfolgenden Grafik ist die Anzahl der Unternehmen im MSCI World Index eines Landes der Anzahl der Spiele bei Weltmeisterschaften gegenübergestellt.