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Jerome Powell, Präsident der US-Notenbank Federal Reserve, will die Bilanzsumme seines Hauses reduzieren | © Getty Images

Geldpolitik Was steigende Zinsen für die Märkte bedeuten

Die Zentralbanken straffen weltweit ihre Geldpolitik. Das könnte den Abschwung an den Finanzmärkten weiter verschärfen, sagt Fadi Fattouh, Fondsmanager bei der Legg Mason-Tochter EnTrustPermal.

14.01.2019 - 16:57 Uhr | Von:  in Geldmarkt

Wir gehen davon aus, dass die Aktienmärkte auch 2019 volatil bleiben. Den Grund hierfür sehen wir in den Geldströmen und der Stimmung am Markt, wenn die Stimuli in den USA abklingen: Jetzt, wo die Zentralbanken weltweit sich langsam wieder einer strafferen Geldpolitik zuwenden, beginnt für die Märkte eine neue Zeitrechnung, die sich deutlich von den vergangenen Jahren abhebt. Aktuell ist das Wachstum in den USA zwar noch über dem Trend, voraussichtlich ist der Höchststand jedoch bald erreicht.

Verlangsamtes US-Wachstum schwächt Dollar

Das erwartete langsamere US-Wachstum könnte zu einem schwächeren US-Dollar sowie zu einer Pause im Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank führen. In Kombination mit den guten Bewertungen könnte dies auf Investment-Möglichkeiten bei globalen Aktien hindeuten. Vor allem die Märkte in den Schwellenländern könnte ein solches Szenario beleben, schließlich waren gerade sie die Leidtragenden des starken US-Dollars im Jahr 2018.

Im Jahr 2019 sind Equity-Hedge-Strategien, die eine Streuung über Aktien und Sektoren nutzen, chancenreich. Wir glauben, dass es immer auf die Fundamentaldaten ankommt. Jedoch werden vorausichtlich vor allem die Fondsmanager, die darüber hinaus Markttechnik und Top-Down-Ansatz berücksichtigen, ihre Sharpe Ratios verbessern. Zudem wird das neue Handelsumfeld weniger erfahrene Manager sowie das Risikomanagement auf die Probe stellen.