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Börsenhändler in New York: Das neue Jahr bietet Chancen für positive Überraschungen. | © Getty Images

GSAM Jahresausblick Wie wird das Anlagejahr 2019?

Vier essentielle Fragen für das Anlagejahr 2019 beantwortet Andrew Wilson, CEO für EMEA und Leiter des Global Fixed Income und Liquidity Management Teams bei Goldman Sachs Asset Management.

07.01.2019 - 11:32 Uhr | Von:  in Märkte

Investoren werden im Jahr 2019 weitere Anzeichen dafür sehen, dass der lange Zyklus an seine Grenzen stößt. Ein herausforderndes Jahr 2018 hat die Bewertungen und die Anlegerstimmung erheblich verschoben. Aus unserer Sicht waren diese Verschiebungen aber zu umfangreich. Damit gibt es durchaus Chancen für positive Überraschungen.

Nachstehend beantworten wir vier zentrale Fragen für 2019 und ziehen entsprechende Schlussfolgerungen für Investments:

1. Wird 2019 ein besseres Jahr für Investoren?

Ja. Wir rechnen damit, dass 2019 aus drei wesentlichen Gründen bessere Chancen für Investoren bietet.

a) Weitergehende Expansion des globalen Wachstums und der Unternehmensgewinne. Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum in den USA in diesem Jahr verlangsamen wird, während die konjunkturelle Abschwächung außerhalb der USA hinter uns liegt. Viele Schwellenländer sind am Beginn einer Erholungsphase und haben damit Luft nach oben. Die Unternehmensgewinne und Wertentwicklung von Risikoanlagen werden durch die anhaltende globale Wachstumsdynamik unterstützt.

b) Die Messlatte für positive Überraschungen ist niedrig. Die Ausgangslage Anfang 2018 hätte kaum besser sein können. Daher waren die meisten Überraschungen eher negativ. Für 2019 ist das nicht der Fall. Die makroökonomischen Erwartungen und die Vermögenspreise haben sich deutlich nach unten korrigiert. Die Messlatte für positive Überraschungen, die die Wertentwicklung beflügeln könnte, liegt niedriger.

c) Attraktive Bewertungen. Verglichen mit den makroökonomischen wie auch den unternehmensspezifischen Fundamentaldaten sind die im letzten Jahr deutlichen Bewertungsverschiebungen übertrieben. Den Investoren werden aber die Reife des Konjunkturzyklus, die Handelsspannungen und die populistische Politik wahrscheinlich auch 2019 Kopfzerbrechen bereiten. Es ist unserer Ansicht nach jedoch zu früh, um sich für das Ende des Zyklus zu positionieren. Die Märkte haben diese Risiken bereits zu deutlich eingepreist.