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Experten

BlackRock
Roboter auf einer Messe in China: Tech-Aktienanleger wurden in 2018 abgestraft. | © Getty Images

Jahresausblick von BlackRock „Bei Tech-Aktien nicht das Handtuch werfen“

Im Verlauf des Jahres 2018 hat sich die Welt für Aktienanleger dramatisch verändert: Viele blicken auf zweistellige Kursverluste. Analysten von BlackRock nennen die Gründe und geben einen Ausblick auf 2019.

08.01.2019 - 16:47 Uhr | Von: 

Nach satten Zuwächsen an den Aktienmärkten 2017, bei gleichzeitig rekordniedriger Volatilität, blicken viele Investoren 2018 auf zweistellige Kursverluste. Einer Analyse des US-Finanzdienstleisters MSCI zufolge gehören die Kursschwankungen des Jahres zu den schlimmsten seit dem Jahr 1988. In den USA war 2018 das drittschlechteste Aktienjahr der vergangenen 30 Jahre.

Grund für die Entwicklung an den Aktienmärkten sind steigende Zinsen, fallende Gewinnerwartungen und geopolitische Risiken. Wie die nachfolgende Grafik zeigt, waren die Renditen in den Jahren nach großen Kursverlusten jedoch meist positiv.

Die USA werden für Aktienanleger voraussichtlich auch in 2019 eine bevorzugte Region sein – trotz der hohen Bewertungen. Schließlich steigen die Renditen in Übersee perspektivisch rascher als in anderen Weltregionen. In Schwellenländern bieten sinkende Bewertungen interessante Einstiegschancen für Anleger.

Europäische Aktien sind aufgrund politischer Risiken und fragiler ökonomischer Entwicklungen in Aktienportfolios tendenziell untergewichtet. Die Wertpapiere sind im Vergleich zu anderen Regionen von geringerer Qualität und häufig von zyklischen Schwankungen geprägt. Zudem neigen die Kurse europäischer Aktien dazu, in späten Wirtschaftszyklen hinter andere Wertpapieren zurückzufallen. Bei BlackRock bevorzugen wir dementsprechend aktuell Aktien aus den USA und Schwellenländern und bleiben in Europa untergewichtet.

Im fortgeschrittenen Wirtschaftszyklus, wie er aktuell vorliegt, spielt generell neben geringen Kursschwankungen auch die Qualität von Aktien eine wichtige Rolle. Bei BlackRock bevorzugen wir deshalb Wertpapiere von Unternehmen mit stabilen Bilanzen. Der Gesundheitssektor geht hier mit gutem Beispiel voran. Er reagiert empfindlich auf Entwicklungen in der Weltwirtschaft. Das spricht erfahrungsgemäß für eine starke Widerstandsfähigkeit in späten Zyklusphasen, wie auch die nachfolgende Grafik zeigt:

Unsere Präferenz zum Gesundheitssektor wird von der starken demographischen Entwicklung, Innovationen und erfreulichen Gewinnprognosen gestützt. Bei der Titelauswahl berücksichtigen wir bei BlackRock besonders Unternehmen aus den Bereichen Pharmazie und medizinische Technologie.

Bei Tech-Aktien werfen wir trotz der teils drastischen jüngsten Kursverluste nicht die Flinte ins Korn. Ein großer Teil der Verkaufswelle geht auf Kosten großer Branchenführer und wurde von Investoren initiiert, die deren Übergewichtung im Portfolio zurückfahren wollten. Die Bilanzen vieler qualitativ hochwertiger Tech-Unternehmen sind nach wie vor vielversprechend.