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Shopper auf der 5th Avenue in Manhattan, New York City: In den USA ist das Verbrauchervertrauen auf ein sehr hohes Niveau gestiegen | © Getty Images

J.P. Morgan Asset Management Zweitlängster Konjunkturzyklus seit 100 Jahren weiterhin robust

Die US-Wirtschaft boomt, aber der Handelskonflikt mit China könnte das Wachstum belasten. Der aufwertende US-Dollar macht Schwellenländern das Leben schwer, aber nur wenigen Ländern droht eine Zahlungsbilanzkrise, blickt Tilmann Galler, Investment-Stratege bei J.P. Morgan Asset Management, auf die Märkte.

10.08.2018 - 15:01 Uhr | Von:  in Research

Nachdem die Märkte in den vergangenen Monaten Phasen mit erhöhter und niedriger Volatilität erlebten, rechnen die Experten von J.P. Morgan Asset Management damit, dass politische Ereignisse für anhaltende Unsicherheit sorgen werden. Die weltweite Konjunktur erscheint dagegen weiterhin robust, wenngleich es erste Anzeichen für eine Abkühlung gibt. Der aktuelle, vierteljährlich erscheinende Guide to the Markets untersucht, wie lange sich der neun Jahre alte US-Expansionszyklus noch fortsetzen kann und ob den Schwellenländern eine neue Krise bevorsteht.

„Die boomende US-Wirtschaft befindet sich im zweitlängsten Konjunkturzyklus seit 100 Jahren – und die Aussichten sind immer noch positiv“, sagt Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. „Doch inzwischen gib es einige Risiken, die mittelfristig ein Ende der Aufwärtsbewegung zur Folge haben könnten.“

So weise das noch Anfang des Jahres für die wichtigsten Regionen rund um den Globus vorherrschende „Goldlöckchen“-Szenario, das ein Wachstum über Trend bei gleichzeitig moderater Inflation beschreibt, erste Risse auf. Zwar sei das Wachstum in den USA weiterhin voller Schwung, doch lasse sich eine Abkühlung bei den Frühindikatoren der Eurozone feststellen, und auch in den Schwellenländern gebe es Hinweise, wie etwa bei den Einkaufsmanager-Indizes, die auf ein nachlassendes wirtschaftliches Momentum hindeuteten. Auch die Inflation stieg in vielen Ländern an – in der Eurozone beispielsweise relativ stark auf 1,9 Prozent im Mai und sogar 2 Prozent im Juni 2018, nach 1,3 Prozent im April. 

USA: Wirtschaft boomt, Handelskonflikt mit China könnte sich negativ auswirken

In den USA befindet sich das Verbrauchervertrauen auf einem sehr hohen Niveau. Dies ist einerseits auf einen Arbeitsmarkt nahe Vollbeschäftigung zurückzuführen. Aber auch die umfangreichen Steuersenkungen mit einer Ersparnis von rund 100 Milliarden US-Dollar allein in diesem Jahr und weiteren 200 Milliarden US-Dollar im kommenden Jahr sorgen für Zuversicht bei den Konsumenten.