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Experten

Kames Capital
Logo an einer Fensterscheibe des ersten Bitcoin-Centers in Paris | © Getty Images

Kames Capital „Kryptos nicht wie Währungen behandeln“

Kryptowährungen gibt es wie Sand am Meer. Nur welche haben wirklich gute Gewinnaussichten? Iavor Botev, Investmentstratege bei der Kames-Capital-Schwester Aegon Asset Management sagt, worauf Investoren achten sollten.

26.01.2018 - 16:16 Uhr | Von: 

Kryptowährungen gibt es in verschiedenen Ausprägungen und für unterschiedliche Verwendungszwecke. Am weitesten verbreitet ist wohl der Bitcoin. Er wird meist als Zahlungsmittel verwendet. Auf Platz zwei folgt Ethereum als Plattform für die Abwicklung so genannter Smart Contracts. Dabei handelt es sich um Computerprogramme, die reale Verträge überprüfen und abwickeln. Diese „intelligenten“ Verträge können für den Aufbau sogenannter dezentraler autonomer Organisationen verwendet werden.

Weitere beliebte Kryptowährungen sind der Ripple, den Banken als Echtzeit-Abrechnungssystem verwenden, und IOTA, die auf eine Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie, den so genannten „Tangle“, setzt.

Spezifische Merkmale bei Kryptowährungen

Kryptowährungen unterscheiden sich grundlegend von traditionellen Währungen wie dem britischen Pfund oder dem US-Dollar. Das ist unbedingt zu beachten. Geld, beispielsweise in Form von Münzen und Banknoten und elektronischem Geld, hat in der Regel mindestens drei Funktionen: Es dient als Tauschmittel bei Käufen, als Rechnungseinheit bei der Preisbildung und als Wertanlage beim Sparen.

Betrachtet man eine der geldähnlichen Kryptos wie etwa den Bitcoin, wird klar, dass er diese für Geld typischen Funktionen nicht erfüllt. Für eine stabile Wertanlage ist der Bitcoin zu volatil und kann zudem nur beim Kauf einer äußerst begrenzten Auswahl von Waren und Dienstleistungen eingesetzt werden.

Möglicherweise wird der Bitcoin im Laufe der Zeit die Funktionen klassischer Währungen erlangen. Vorausgesetzt, er wird von einer breiten Öffentlichkeit akzeptiert und seine Volatilität sinkt.