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Börse in New York, 9. Februar: Kursrutsch im Dow Jones Industrial um mehr als 1.000 Punkte verunsichert Anleger  | © Getty Images

Kurseinbruch an den Märkten Eine Korrektur, aber wohl kein Wendepunkt

Die Kurskorrektur an den Märkten bewegt die Depotstände und die Gemüter. Wir haben einige Meinungen aus der Branche zusammengetragen.

12.02.2018 - 11:47 Uhr | Von: 

Amundi AM: Der Gewinn je Aktie zählt

„Mehr als ein Jahr war eine echte Korrektur an den Aktienmärkten ausgeblieben, nach deutlichen Zinsanstiegen sind die Kurse Anfang dieser Woche schließlich eingebrochen – aus Angst vor einer steigenden Inflation. Der Kursrückgang war aus unserer Sicht überfällig und bestätigt uns in unserer Überzeugung, dass die Inflation anzieht, wenn auch auf niedrigem Niveau“, sagt Monica Defend, Head of Strategy und Deputy Head of Research bei Amundi Asset Management.

Doch Defend zufolge rechtfertigen die positiven Fundamentaldaten von Wirtschaft und Unternehmen die massiven Verkäufe nicht: „Die Weltwirtschaft wächst. Überall auf der Welt haben Unternehmen aus allen Sektoren gute Zahlen vorgelegt und uns damit in unserer Überzeugung bestätigt, dass es bei Aktienrenditen vor allem auf den EPS-Zyklus (Gewinn je Aktie) ankommt. Die Fundamentaldaten sind also weiterhin solide.“

LOYS: Zinsanlagen sind keine attraktiven Alternativen

„Am Monatsende kühlte die Euphorie an der Börse merklich ab, als steigende Langfristzinsen Wasser in den süßen Börsenwein gossen. Ausgehend von der Wall Street zogen auch die europäischen Zinsen am langen Ende der Zinsstrukturkurve an. Für Bondanleger kündigt sich damit ein weiteres schwaches Jahr an. Obendrein steigerte der fortgesetzte US-Dollarverfall die Unsicherheit an den Finanzmärkten“, kommentieren Ufuk Boydak und Christoph Bruns, Fondsmanager und Mitinhaber der Fondsgesellschaft LOYS die Lage an den Märkten.

„Zinsanlagen sind weit entfernt davon, attraktive Alternativen für Aktienanlagen darzustellen. Dafür sind die Zinsraten viel zu niedrig“, argumentieren die LOYS-Experten. „Solange die wahrscheinlichen Zinssteigerungen nicht zu rasch und sprunghaft verlaufen, dürften die Eigenkapitalmärkte tendenziell weitere Gelder anziehen. Das Fondsmanagement von LOYS geht davon aus, dass die Notenbanken als größter Marktteilnehmer an den Zinsmärkten alles unternehmen werden, um einen geordneten und zugleich moderaten Zinsanstieg ins Werk zu setzen. Hierin dürfte im Jahr 2018 die wichtigste Aufgabe der Notenbanken bestehen. Angesichts des Personalwechsels in der US-Notenbank Fed bestehen aber einige Fragezeichen bezüglich der zukünftigen Marschrichtung dieser Zentralbank.“