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Experten

Kames Capital
Öl-Plattform im Golf von Mexiko: Der Ölpreis wird stark von geopolitischen Spannungen beeinflusst | © Getty Images

Öl-Investments „Geopolitische Spannungen sind ein echter Joker“

Pünktlich zum Jahresbeginn klettert der Ölpreis kräftig: Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet bereits 70 US-Dollar. Experten des schottischen Vermögensverwalters Kames Capital zufolge profitieren Investoren vor allem von geopolitische Spannungen.

26.01.2018 - 15:28 Uhr | Von: 

Analysten und Profi-Anleger sind voller Optimismus, denn die Weltwirtschaft läuft seit neun Jahren ungebrochen auf Hochtouren. Langsam gehen die Volkswirtschaften rund um den Globus jedoch in die Spätphase des Zyklus über, einige Anzeichen weisen bereits auf Überhitzung hin – insbesondere in den USA. Die soeben auf Initiative von US-Präsident Donald Trump verabschiedete Steuerreform wird der ohnehin brummenden Wirtschaft einen zusätzlichen Impuls geben.

In Europa beobachten wir eine zunehmende Abkehr von rigiden Sparmaßnahmen zugunsten einer expansiven Haushaltspolitik. Dabei besteht die Gefahr, dass die sich bereits auf dem Pfad der Erholung befindenden Volkswirtschaften heiß laufen.

Die Zentralbanken gehen zunehmend von ihrer lockeren Politik zu einer geldpolitischen Straffung über. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat bereits mehrere Zinserhöhungen vorgenommen, während die Europäische Zentralbank (EZB) die Weichen in Sachen Geldpolitik gerade erst neu stellt.

2018 verheißt Gutes für Öl

Öl und Metalle waren seit dem Jahr 2011 unter Druck – die Preise wurden stark gedrückt. Das Angebot überschritt die Nachfrage deutlich, wie die nachfolgende Grafik zeigt:

Seit dem Jahr 2016 sind die Rohstoffmärkte jedoch in eine Erholungsphase eingetreten. Inzwischen ist das makroökonomische Klima günstig und der schwache US-Dollar schafft gute Rahmenbedingungen. Die Ölnachfrage belebt sich und die Erwartungen für die nächsten Jahre werden von Analysten stetig nach oben korrigiert.