Sie besuchen Multiasset.com mit einem veralteten Internet Explorer. Darstellung und Nutzungserlebnis sind deshalb nicht optimal.
Aktuelle Version kostenlos herunterladen »
Großer Preis von Malaysia in Sepang: In Multi-Asset-Fonds unterstützen viele Aggregate den Anlageerfolg | © Getty Images

Marcus Stahlhacke, Allianz Global Investors „Für Multi-Asset-Fonds haben wir immer Ideen“

Ein paar Aktien im Portfolio schaden nie, ist sich Marcus Stahlhacke sicher. Im Interview erklärt der Manager der Fondsfamilie Allianz Dynamic Multi Asset Strategy, warum Anleiheinvestoren damit ihr Risiko senken.

11.04.2018 - 10:15 Uhr | Von:  in Fonds

multiasset.com: Herr Stahlhacke, die Fondsfamilie Allianz Dynamic Multi Asset Strategy ist breit aufgestellt. In welche Asset-Klassen investieren Sie?

Marcus Stahlhacke: Die Basis der Portfolien bilden globale Aktien und europäische Anleihen. Die Allianz Dynamic Multi Asset Strategy-Fonds sind in drei Risikokategorien erhältlich: Allianz Dynamic Multi Asset Strategy 15 sowie 50 und 75. Die Zahlen geben jeweils die strategische Aktienquote an, an der wir uns im Investment-Prozess orientieren.

Wie viele Wertpapiere befinden sich beispielsweise im Allianz Dynamic Multi Asset Strategy 50?

Stahlhacke: In diesem Fonds halten wir aktuell 730 Positionen inklusive Derivate und Zielfonds. Davon sind 364 Aktien und 220 Anleihen.

Welche Benchmarks nutzen Sie?

Stahlhacke: Wir richten unsere Strategie am jeweiligen Mischungsverhältnis des  Barclays Euro Aggregate Bond Index  für die Anleihen und des MSCI World Index für die Aktien aus.

Sie weichen also von den Benchmarks ab?

Stahlhacke: Ja, wir können die Fonds sehr flexibel steuern. Die Benchmarks sind für uns nur eine Orientierungshilfe. Im Allianz Dynamic Multi Asset Strategy 50 beträgt die Aktienquote beispielsweise im Moment circa 75 Prozent.

Aktien sind hoch bewertet. Kommen Sie bei der Titelselektion auch mal an Ihre Grenzen?

Stahlhacke: Nein, für Multi Asset haben wir immer Ideen. Unser Anlageuniversum ist breit genug, und die Fondskategorie hat sich bei vielen unserer Kunden zum Kern der Vermögensanlage entwickelt.

Wie genau verläuft der Investment-Prozess in Fonds der Allianz Dynamic Multi Asset Strategy?

Stahlhacke: Basierend auf unserer Markt- und Wirtschaftsanalyse gebe ich die Aufteilung des Kapitals auf die Anlagesegmente vor. Dazu gehören neben internationalen Aktien und Euro-Anleihen weitere Anlagesegmente wie Rohstoffe, Listed Private Equity oder REITs. Für die Kerninvestments in Euro-Anleihen und internationale Aktien wählen dann Kollegen aus den jeweiligen Fachabteilungen Einzeltitel aus.

Wie viele Manager sind für die Fonds zuständig?

Stahlhacke: Allein auf der Multi-Asset-Seite befassen sich weltweit rund 100 Kollegen mit den Märkten. Dazu kommen noch je 20 Spezialisten auf der Renten- und Aktienseite im Rahmen der jeweiligen Anlagestrategie. Die Endentscheidung hat freilich der verantwortliche Portfoliomanager.

Wie reagieren Sie auf Gezeitenwechsel an den Kapitalmärkten?

Stahlhacke: Kurzfristig bietet sich die Möglichkeit, das Portfolio mittels Futures anzupassen. Längerfristige nachhaltige Umschichtungen werden in den Direktinvestments realisiert.  

Den Fondsunterlagen zufolge halten Sie neben Aktien und Anleihen auch sogenannte alternative Anlagen. Worum handelt es sich dabei?

Stahlhacke: Alternative Investments heißen bei uns Themen- oder Satelliten-Investments. Unser Kernelement sind globale Aktien und europäische Anleihen. Alle anderen Anlagen wie Private Equity, globale Hochzinsanleihen, Rohstoffe oder Micro-Cap-Fonds sind Themen-Investments. Sie werden typischerweise über Zielfonds und ETFs abgebildet.