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Experten

BlackRock
Arbeiter in der Goldmine | © Getty Images

Minenaktien Licht am Ende des Stollens?

Minenaktien sind letztes Jahr stark im Kurs gestiegen. Fortsetzung folgt? Dafür spricht zumindest einiges. Eine Einschätzung von Ramin Gholami, Ansprechpartner Volksbanken und Sparkassen bei BlackRock.

25.10.2016 - 11:46 Uhr | Von: 

Der Minensektor hat Jahre der Konsolidierung hinter sich. Die großen Bergbauunternehmen mussten die Kosten rigoros zurückfahren, um ihre Bilanzen zu entlasten und die Dividenden zu stabilisieren. Nachdem die Rohstoffpreise über Jahre im Sinkflug waren, zeichnet sich 2016 womöglich eine Trendwende ab.

Vor allem die Edelmetallpreise – zunächst für Gold, dann auch für Silber – haben zuletzt merklich angezogen. Nicht alle Metalle wurden aber von der positiven Preisentwicklung gleichermaßen erfasst. Gerade an Basismetallen für die Industrieproduktion wie Kupfer oder Blei ist der positive Trend im ersten Halbjahr vorübergegangen.

Wie geht es weiter? Um diese Frage zu beantworten, blicken Finanzanalysten auf dieselben Faktoren, die den „Rohstoff-Superzyklus“ von 2001 bis 2007 angetrieben haben: die Nachfrage aus China und den US-Dollar.

Pluspunkt auf der Nachfrageseite: eine weiter zurückhaltende Politik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und ein damit tendenziell schwächerer Dollar sowie erste Anzeichen eines wieder über die Wachstumsschwelle kletternden Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China.

Beim Angebot zeigen sich je nach Rohstoff uneinheitliche Entwicklungen. Unter strengem Kostenregime wurden unrentable Rohstoff-Förderstätten geschlossen. Auf Dauer kann eine Produktion, die mehr kostet als sie einbringt, nicht tragbar sein. Zum Teil hat sich diese Dynamik aber auch schon wieder verlangsamt. Das gilt insbesondere dort, wo die Rohstoffpreise bereits wieder gestiegen sind.

Besser als globale Aktien

Viele Minenaktien haben die globalen Aktienmärkte in diesem Jahr weit hinter sich gelassen. Mit einer weiter wachsenden Nachfrage besonders aus China könnte sich das fortsetzen. Wenn auch immer mit Kursschwankungen zu rechnen ist: Die Talsohle könnte durchschritten sein, das Licht am „Ende des Stollens“ ist sichtbar.

Niedrige Preisniveaus, Angebotskürzungen und steigende Nachfrage – das sind keine schlechten Bedingungen für Anleger. Zumindest, wenn sie wählerisch sind und Schwerpunkte auf einzelne Unternehmen und Hersteller bestimmter Rohstoffe legen, denen Experten mittelfristig positive Aussichten einräumen.

Der Minensektor könnte daher seine Rolle als wirkungsvolles Streuungsinstrument im Aktienportfolio auch renditeseitig wieder ausfüllen.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.