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Experten

BlackRock
Lithium-Förderung bei La Paz: Bolivien verfügt über mehr als 40 Prozent der globalen Reserven | © Getty Images

Minenaktien mit Potenzial „Starke Chancen bei Lithium und Kobalt“

Für den Minensektor war 2017 ein hervorragendes Jahr – der Euromoney Global Mining Index stieg um 30 Prozent. Ist noch Luft nach oben? BlackRock-Experten geben eine Einschätzung.

08.02.2018 - 15:23 Uhr | Von: 

Dumping-Preise, hohe Schulden, Ausverkauf: Noch vor 18 Monaten sahen Experten die Rohstoffbranche am Rande des Ruins. Die Berichtssaison zum ersten Halbjahr 2017 verdeutlicht jedoch eine bemerkenswerte Trendwende. Heute erzielen viele Rohstoffunternehmen wieder Gewinne.

Speziell der Minensektor hat einen Lauf. Der Euromoney Global Mining TR Index fuhr vergangenes Jahr ein Plus von 30 Prozent ein, nachdem er bereits 2016 gut 67 Prozent zugelegt hat. Am besten entwickelten sich Basismetalle: Der Preis für Kupfer stieg um 30 Prozent auf ein Vierjahreshoch. Zink verteuerte sich ebenfalls um 30 Prozent auf ein Zehnjahreshoch. Auch bei Edelmetallen ging es aufwärts: Der Goldpreis zum Beispiel kletterte aufgrund des schwachen US-Dollars um 13 Prozent.

Eisenerz hält sich stabil

Bei Massenrohstoffen fiel die Preisentwicklung etwas schwächer aus. So verbilligte sich Eisenerz um 11 Prozent auf 70 US-Dollar je Tonne. Der Preis blieb jedoch deutlich über den Konsenserwartungen von rund 60 US-Dollar je Tonne und weit entfernt von seinem Tiefststand von 38 US-Dollar je Tonne aus Dezember 2015.

Für uns als Aktienanleger ist vor allem wichtig, dass Minengesellschaften wie Rio Tinto und BHP Billiton bei Preisen um die 70 US-Dollar pro Tonne Eisenerz noch solide Margen einfahren, denn ihre Produktionskosten für Lieferungen nach China liegen bei rund 20-Dollar pro Tonne.

Die Kurse von Minenaktien befinden sich trotz der guten Entwicklung noch immer weit unter den Spitzenwerten aus dem Jahr 2011. Wie die nachfolgende Grafik zeigt, wird der Bergbau immer noch mit einem beträchtlichen Abschlag zum Gesamtmarkt bewertet.

Preis-Buchwert-Verhältnis (PBV):