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Experten

BlackRock
Windturbinen auf den Philippinen | © Getty Images

Nachhaltige ETFs Wie Anleger finden, was sie suchen

Investments in nachhaltige Aktien- oder Anleihe-ETFs können Anlegern Vorteile bescheren – wenn sie wissen, was in den Indizes drin ist. BlackRock-Vertriebsexperte Carlo Funk gibt einen Überblick.

18.01.2017 - 11:58 Uhr | Von:  in BlackRock

Eigentlich liegt es auf der Hand: Wenn ein Unternehmen Umweltkatastrophen verursacht oder sich auf teure Vergleiche einlassen muss, kann das seinen Geschäftserfolg deutlich schmälern – oder vielleicht sogar seine Existenz bedrohen. Als Anleger sollte man also schon genau hinschauen, auf wen man setzt. Nicht verwunderlich ist daher, dass die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten stetig steigt. Wie ein Unternehmen mit der Umwelt, sozialen Fragen und verantwortlicher Unternehmensführung umgeht, wird immer wichtiger – auch aus Anlegersicht.

Dies gilt nicht nur für Aktien, sondern auch für Anleihen. Das Interessante ist ja: Studien zeigen, dass besonders nachhaltig agierende Unternehmen auf niedrigere Kapitalkosten kommen – ein Ausdruck der von Anlegern erwarteten Stabilität und verringerter Ausfallrisiken. Auch im ETF-Markt gibt es immer mehr Nachhaltigkeitsprodukte.

Einige nachhaltige ETFs nutzen Indizes wie die des Anbieters MSCI, der branchenspezifisch einen „Best-in-Class“-Ansatz verfolgt, also die unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten besten Unternehmen einer Branche auswählt. Das hat den Vorteil, dass breit diversifiziert über unterschiedliche Sektoren angelegt werden kann und man nicht auf spezifische Branchen, wie zum Beispiel Umwelttechnologie, festgelegt ist.

Wer Waffen ausschließen will, muss genau hinsehen

Genau hinsehen sollten Anleger bei „Best-in-Class“ aber dennoch. Denn es werden die nach ESG-Faktoren (Environmental Social Governance) im Branchenvergleich besten Unternehmen ausgewählt – also beispielsweise auch der verhältnismäßig nachhaltigste Waffenhersteller. Wer solche Titel nicht in seinem Portfolio haben will, der sollte nach ETFs mit weiteren strengen Ausschlusskriterien für kontroverse Industrien Ausschau halten.

Auch wenn es immer mehr Anstrengungen gibt, ESG-Kriterien international zu systematisieren und verbindlich festzulegen, ist dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen. Dennoch: Die MSCI-Nachhaltigkeitsindizes stützen sich auf einen großen Datenpool und Informationen aus den vergangenen 13 Jahren. Anhand dieser Daten in den Kategorien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung wird das Ranking erstellt.