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Experten

BlackRock
Sitz der US-Notenbank Federal Reserve in Washington | © Getty Images

Neues aus dem BlackRock-Blog Anleihen könnten bald wieder höhere Erträge bringen

Ignorieren geht nicht mehr: Der Wind an den Anleihemärkten dreht und Investoren können sich vielleicht schon bald über steigende Erträge freuen. Grund ist nicht nur die Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve. Ein Kommentar von BlackRock-Vertriebsexpertin Maximiliane Heidenblut.

22.03.2017 - 10:36 Uhr | Von: 

Nun ist es raus, die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am 15. März den Leitzins abermals erhöht – auf eine Bandbreite zwischen 0,75 bis 1 Prozent. Das verstärkt die Trends am Anleihemarkt weiter.

Doch macht eigentlich nur der Leitzins die Musik? Oder gibt es auch andere Faktoren, die die Entwicklung an den globalen Anleihemärkten bestimmen? Ich finde Michael Krautzberger, Anleiheexperte und Fondsmanager bei BlackRock, hat das wie immer super auf den Punkt gebracht. Er sieht nämlich zwei Haupttreiber für den Anleihemarkt – und die bestimmen die Perspektiven über die Momentaufnahme einer Leitzinserhöhung hinaus.

1. Höheres nominales Wachstum

Wir bei BlackRock erwarten ein höheres nominales Wachstum für die USA und die Weltwirtschaft. Ein Blick in die Geschichte: Nominales Wachstum ist langfristig der entscheidende Zinstreiber. Seit dem Jahr 1962 erklärt es Veränderungen in der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zu etwa 35 Prozent. Aktuell liegt das nominale Wachstum in den USA leicht unter 3 Prozent. Wenn man einen Anstieg Richtung 5 Prozent erwartet, dürfte das weiteren Druck auf den US-Anleihemarkt bringen.

2. Veränderungen beim Anleiheangebot

In den vergangenen Jahren haben Staaten und Unternehmen ihre Finanzen eher konsolidiert. Dementsprechend zurückhaltend waren sie bei Neuemissionen. Inzwischen steigt die Verschuldung wieder – und zwar in einem Ausmaß, wie wir es seit dem Ausbruch der Finanzkrise nicht mehr erlebt haben. Unternehmen finanzieren mit dem Kapital aus Anleihen unter anderem Aktienrückkäufe und Dividenden. Staaten verwenden die Mittel zum Beispiel, um stärkere fiskalpolitische Wachstumsanreize für die Wirtschaft zu setzen – die Finanzierung der Reflationierung. Beides führt zu einer Flut an Neuemissionen.

Was heißt das für Anleger? Anleihen könnten in Zukunft wieder höhere Zinserträge bringen. Bei bereits in Umlauf befindlichen Bonds ist die Gefahr von Kursrückgängen aber weiter groß. Denn wenn neuere Anleihen bessere Zinsen versprechen als vergleichbare ältere, geraten die älteren unter Druck. Ein Effekt, der sich durch ein höheres Emissionsvolumen – und damit eine weitere Ausweitung des Anleiheangebots – noch verstärkt.

Anleger dürfen daher auch den Anleiheteil ihres diversifizierten Portfolios nicht mehr stiefmütterlich behandeln. Der besondere Mix aus neuen Chancen, aber auch virulenten Kursrisiken, zieht notwendige aktive Anpassungen des Portfolios nach sich. Wer das nicht selbst in die Hand nehmen möchte, kann Anleihefonds mit aktivem Management einsetzen – insbesondere, wenn deren Fondsstrategie Raum für Flexibilität lässt.

Unser Fondsmanager Michael Krautzberger jedenfalls hat schon eine Vorstellung, wie er aktiv vorgehen will: „Anleger können […] Anleihen mit höheren Renditen bei der Wiederanlage ins Portfolio aufnehmen. Es gilt aber auch, Portfolios gegen Kursrückgänge bei bestehenden Papieren wetterfest zu machen. Dazu bieten sich Relative Value- oder Arbitrage-Strategien an, die weitgehend marktunabhängige Erträge liefern.“

Maximiliane Heidenblut, BlackRock-Vertriebsexpertin

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.