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Experten

BlackRock
Eiffelturm in Paris: In Europa deuten die Wirtschaftsindikatoren auf Wachstum | © Pixabay

Neues aus dem BlackRock-Blog Darum gehören europäische Aktien ins Portfolio

Nach der Wahl in Frankreich ist klar: Der Rechtsdruck nimmt in Europa ab und Anleger können sich wieder auf wirtschaftliche Fundamentaldaten konzentrieren. Die sind überraschend gut. Ein Überblick von BlackRock-Vertriebsexpertin Maximiliane Heidenblut.

16.05.2017 - 15:01 Uhr | Von: 

Lange hat die Politik die Gedanken der Anleger zum Thema Europa dominiert. Die Sorgen waren groß, dass sich die populistischen und protektionistischen Kandidaten Geert Wilders (Niederlande) und Marine Le Pen (Frankreich) bei den Wahlen in ihren Ländern vielleicht doch durchsetzen könnten. Jetzt ist Emmanuel Macron als eindeutiger Sieger aus der Stichwahl in Frankreich hervorgegangen. Die Frage, ob die Europäische Union (EU) und der Euro eine Zukunft haben, stellt sich daher nicht mehr – zumindest vorerst.

Vielmehr ist jetzt von Interesse: Wie erfolgreich wird Macron Reformen in Frankreich umsetzen können, ohne eine Partei im Rücken? Oder wird er den Umbau von „En Marche“ zur Partei rechtzeitig zu den anstehenden Parlamentswahlen schaffen? Welche seiner Impulse auf europäischer Ebene wird er durchsetzen können?

Wichtig ist meines Erachtens: Jetzt, da auch die Politik sich wieder Gestaltungsthemen zuwendet, können auch Anleger wieder den Blick nach vorne richten. Denn wegen der Unsicherheit über den Wahlausgang in Frankreich drangen in den vergangenen Wochen gute Nachrichten zum Zustand und zu den Aussichten der europäischen Wirtschaft kaum noch durch.

Arbeitslosigkeit sinkt auf niedrigsten Stand seit 2009

Dabei war das erste Quartal dieses Jahres – und auch der Start des zweiten – gespickt mit guten Konjunkturnachrichten: So meldete das europäische Statistikamt Eurostat für die Eurozone für Februar und März mit jeweils 9,5 Prozent den niedrigsten Stand der Arbeitslosenquote seit Sommer 2009. Auch in „Problemländern“ wie Spanien und Portugal sinkt die Quote.

Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie in der Eurozone steigt seit vergangenem September und erreichte Ende April einen Stand von 56,7 Punkten. Und auch die Werte für das Verbrauchervertrauen in der EU und der Eurozone steigen. Fast untergegangen durch Frankreichs Wahlkampfgetümmel ist die Meldung zum ifo-Geschäftsklimaindex für den April: Der Frühindikator für die deutsche Wirtschaft erreichte 112,9 Punkte – und damit einen so guten Stand wie seit fast sechs Jahren nicht mehr!

Europas Realwirtschaft hat also einen starken Puls. Und das ist eine Nachricht, die Anleger nicht mehr überhören dürfen. Sie sollten europäische Aktien in ihren Portfolios unbedingt berücksichtigen.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.