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Experten

BlackRock
Wellenreiter vor der Küste Netanyas in Israel: Die Aktienvolatilität ist derzeit nicht nur niedrig – sie ist sogar sehr niedrig | © Getty Images

Niedrige Volatilität im Markt Ruhe vor dem Sturm?

Die Volatilität an den Aktienmärkten ist derzeit ungewöhnlich niedrig. Ein Warnsignal für Anleger? Martin Lück, Chef-Investmentstratege bei BlackRock, erklärt aus historischer Perspektive, wie die Ruhephase zu deuten ist.

17.01.2018 - 11:12 Uhr | Von: 

Die Volatilität an den Weltbörsen ist derzeit ungewöhnlich niedrig. Insbesondere in den USA bewegt sich kaum etwas. Wie geht es in den kommenden Monaten weiter?

Vor dem Hintergrund des stetigen Wirtschaftswachstums kann die niedrige Volatilität andauern. Lange Phasen niedriger Kursschwankungen bei Aktien sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Zudem fallen Volatilitätsausbrüche am Aktienmarkt häufig mit Phasen schwankender Wirtschaftsdaten zusammen. Das bestätigen unsere Analysen.

Aufgrund des aktuell stetigen Wirtschaftswachstums ist die Gefahr einer Verschiebung des Volatilitätsregimes bei Aktien niedrig. Voraussetzung für stärkere Konjunkturschwankungen ist eine exzessive Verschuldung des Finanzsektors, wie wir sie im Vorfeld der Finanzkrise gesehen haben.

Was ist heute anders? Die Aktienvolatilität ist nicht nur niedrig – sie ist sogar sehr niedrig, wie die nachfolgende Grafik zeigt.

Der jüngste Volatilitätswert von 4 Prozent könnte sich sogar verdoppeln und entspräche immer noch dem Durchschnitt aus Phasen mit niedriger Volatilität. Anlagestrategien, bei denen Volatilität auf diesen Niveaus verkauft oder Renditen in illiquiden Nischen des Kreditmarktes gesucht werden, sind deshalb schon bei kleinen Volatilitätsspitzen verlustanfällig.