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Abfüllung von Dosenpfirsichen in China: Nur wenige Branchen sind von Zöllen betroffen | © Getty Images

NN IP Snapshot Einfluss von Trumps Zöllen ist gering

Am 6. Juli 2018 sind einige Zölle der US-Administration in Kraft getreten. Doch sie betreffen nur rund 2 Prozent der gesamten Exporte Chinas - zu wenig, um der Wirtschaft des Landes ernsthaft zu schaden, meint Maarten-Jan Bakkum, Senior Stratege Emerging Markets bei NN Investment Partners.

09.07.2018 - 17:10 Uhr | Von:  in Aktien

„Einerseits können protektionistische Maßnahmen eines Landes außer Kontrolle geraten, falls es zu Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder kommt, die dann einen großen Teil der Exporte Chinas und der Schwellenländer – und letztlich damit den gesamten Welthandel – betreffen. Andererseits könnte der US-Protektionismus bei den anderen Handelsblöcken aber auch zu einem stärkeren Bekenntnis zum freien Handel führen und damit den globalen Handel beflügeln", gibt Maarten-Jan Bakkum zu bedenken, Senior Stratege Emerging Markets von NN Investment Partners.

Andere Faktoren sind wichtiger als Zölle

Tatsächlich haben die dramatischen Ankündigungen Trumps in den vergangenen Monaten zu Zweifeln an den Möglichkeiten der Schwellenländer geführt, weiter auf Exporte als angemessenen Wachstumstreiber zu setzen. Kurz- und mittelfristig ist es diesbezüglich jedoch viel entscheidender, wie es mit den US-Zinsen, dem US-Dollar und dem Ölpreis weitergeht. „Denn diese Faktoren haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Inflation und den Zinsausblick in den Schwellenländern“, so Bakkum.

Weiter solides Wachstum Chinas

NN Investment Partners (NN IP) sieht im Wesentlichen drei Gründe, die für einen weiterhin konstruktiven Ausblick für die Schwellenländer sprechen: Erstens wächst China nach wie vor relative solide, und die Regierung hat die Risiken im Finanzsystem reduziert sowie die Kapitalflüsse besser unter Kontrolle. Zweitens sind die externen Ungleichgewichte der Schwellenländer beherrschbar.

Leistungsbilanzüberschuss und Binnennachfrage stabilisieren Wirtschaft

Insgesamt betrachtet haben sie einen leichten Leistungsbilanzüberschuss; nur wenige Länder wie die Türkei, Argentinien und Südafrika haben deutliche Leistungsbilanzdefizite. Drittens schließlich wächst die Binnennachfrage in den Schwellenländern weiter – trotz der zuletzt gesehenen Marktverwerfungen und der schwieriger werdenden finanziellen Situation.