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Experten

BlackRock
Ölplattform im Irak: Außerhalb der OPEC-Länder und der USA sinkt das Öl-Angebot  | © Getty Images

OPEC-Förderkürzungen zeigen Wirkung Ölpreis erreicht nachhaltiges Niveau

Nach einem holprigen Jahr 2017 hat sich der Ölpreis erholt. BlackRock-Experten rechnen mit einer Aufholjagd bei Energieaktien.

12.02.2018 - 16:31 Uhr | Von: 

Für Öl- und Energieaktien verlief das Jahr 2017 zweigeteilt. In der ersten Jahreshälfte ließen Nachrichten über eine Ölschwemme den Preis auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren fallen. Von 58 US-Dollar je Barrel (159 Liter) am Jahresanfang brach er bis Juni auf 47 US-Dollar ein.

Ab Mitte Juni mehrten sich jedoch die Hinweise auf ein knapperes Ölangebot. Weltweit sanken die Lagerbestände stärker als im jahreszeitlichen Trend üblich. Die Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC) hielt sich an ihre Produktionskürzungen. Zudem deuteten sich Ineffizienzen in der US-Schieferölproduktion an. Zugleich übertraf die Nachfrage weltweit die Erwartungen. Daraufhin zogen die Ölpreise im zweiten Halbjahr kräftig an. Rohöl der Nordseesorte Brent kostete am Jahresende 67 US-Dollar je Barrel.

Enttäuschend für Anleger war jedoch, dass Energieaktien offenbar nicht nur in der ersten Jahreshälfte auf den Preisverfall überreagierten, sondern zudem in der zweiten Jahreshälfte den Anstieg der Ölpreise kaum einbezogen. Ein Grund für diese Entwicklung könnte der weniger starke Anstieg der Kurve für Ölterminkontrakte am langen Ende verglichen mit dem kurzen Ende gewesen sein. Nach unserer Einschätzung spiegelt sich in der Entwicklung aber auch eine übertrieben pessimistische Einschätzung eines Sektors wider, der heute um einiges profitabler ist als noch vor einem Jahr.

Produktionskürzungen stabilisieren Ölpreis

Die Ölpreise haben inzwischen aus unserer Sicht ein nachhaltiges Preisniveau erreicht. Seit die OPEC-Staaten bei der Ölförderung koordinierte Produktionskürzungen ins Gespräch gebracht haben und es infolge dramatischer Investitionskürzungen zu einen deutlichen Rückgang des Öl-Angebots außerhalb der OPEC-Länder und der USA kommt, haben wir hohe Erwartungen an den Ölmarkt. Im Basisszenario gehen wir für dieses Jahr davon aus, dass sich die Ölpreise relativ eng um das aktuelle Niveau herum bewegen.

Da das Vertrauen der Marktteilnehmer in die derzeitigen Preisniveaus am Ölmarkt steigen dürfte, rechnen wir mit einer Aufholjagd bei Energieaktien. Zudem erwarten wir bei Öl- und Gasunternehmen eine Rückkehr der Barrenditen zu ihren langjährigen Durchschnittswerten. Es gibt erste Anzeichen einer Verschiebung des Fokus in den Unternehmen weg von Wachstum und hin zu höheren Aktionärsrenditen. Dieser Trend ist erfreulich für Energieaktien.

 

 

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.