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Ausgetrockneter Flusslauf in Portugal: Die Depots vieler Anleger leiden unter der Zins-Dürre | © Getty Images

Realzins-Radar der comdirect bank Milliardenverluste für deutsche Sparer im ersten Quartal 2018

Der Realzins lag in den ersten drei Monaten des Jahres bei minus 1,30 Prozent. Seit 2010 hat jeder Deutsche im Schnitt 999 Euro wegen schlecht verzinster Anlagen verloren. Trotzdem wird weiter fleißig in Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen investiert.

16.04.2018 - 10:14 Uhr | Von:  in Geldmarkt

Deutsche Sparer haben im ersten Quartal 2018 insgesamt 7,1 Milliarden Euro durch schlecht verzinste Geldeinlagen verloren. Das sind 86 Euro pro Bundesbürger – vom Kleinkind bis zum Rentner. Auf das Jahr hochgerechnet würde der Wertverlust bei rund 28,4 Milliarden Euro liegen. Zu diesen Ergebnissen kommt der quartalsweise erscheinende comdirect Realzins-Radar, der gemeinsam mit Barkow Consulting ermittelt wird.

Eifrige Sparer und Verlierer

Der Grund für den Wertverlust sind schlecht verzinste Geldeinlagen: Die durchschnittlichen Zinsen für Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen betrugen im ersten Quartal 0,20 Prozent. Gleichzeitig lag die Inflationsrate in den ersten drei Monaten des Jahres bei 1,50 Prozent. Das führt zu einem Realzins von minus 1,30 Prozent. Als Realzins wird der tatsächliche Zins für Spareinlagen nach Abzug der Inflation bezeichnet. „Die Deutschen gehören zu den eifrigsten Sparern weltweit, und trotzdem verlieren sie Jahr für Jahr viele Milliarden Euro – das ist paradox“, sagt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender der comdirect bank AG. Besonders drastisch zeigt sich der Verlust in der langfristigen Betrachtung. So hat jeder Deutsche seit 2010 bereits 999 Euro durch Sparzinsen unterhalb der Inflationsrate verloren.