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Wim van Hyfte, Global Head of Responsible Investments and Research Candriam | © Candriam

Rohstoff-Studie Ni, Co und Cu sind Treiber nachhaltiger Transportsysteme

Chance und Herausforderung für Investoren: Rohstoffe wie Stahl, Aluminium oder Lithium sind Schlüsselkomponenten bei der Transformation des Energie- und Mobilitätssektors.

16.10.2018 - 17:44 Uhr | Von:  in Märkte

Candriam legt eine Studie zur Bedeutung von Metallen und Erzmineralen für die Energiewende vor. Die Analyse des europäischen Vermögensverwalters wendet sich an Anleger und skizziert Möglichkeiten für eine nachhaltige Rohstoffwirtschaft. Im Fokus stehen neue Technologien im Transportsektor und die Funktion von Metallen gegen den Klimawandel.

Der Studie zufolge ist der Energiesektor einer der zentralen Faktoren für die Erderwärmung. Dieser müsse sich grundlegend ändern, was wiederum weitreichende Auswirkungen auf den Transportsektor hat: Durch mehr Elektroautos kann dieser maßgeblich zu einem umweltfreundlicheren Verkehr beitragen. Heute drängen sich auf Deutschlands Straßen rund 47 Millionen Kraftfahrzeuge. Weltweit entfallen rund 14 Prozent der CO2-Emissionen auf den Transportsektor.

Der Automobilsektor wird zwar streng reguliert, doch Endkunden haben immer noch den größten Einfluss darauf, was die Industrie gegen die Erderwärmung unternimmt. Denn Verbraucher entscheiden sich zwischen verschiedenen Antriebsarten wie Elektro-, Hybrid- oder Dieselmotoren. Die meisten verwendeten „grünen“ Technologien haben ihre Wirksamkeit bereits unter Beweis gestellt. Sie verringern insbesondere den Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen.

Großes Plus bei Elektroautos

„2017 ist der Markt für Elektroautos um 27 Prozent gewachsen, gegenüber nur 4,5 Prozent Zuwachs des europäischen Automobil-Gesamtmarkts. Grund für den Anstieg sind immer strengere Umweltvorschriften und die generell höhere Nachfrage“, beobachtet Wim van Hyfte, Global Head of Responsible Investments and Research bei Candriam. „Viele Investoren halten Bergbau- und Metallunternehmen für problematisch, doch letztlich können die Automobilhersteller ihre Emissionsziele ohne sie nicht erfüllen.“

In seiner Studie nennt das Research-Team von Candriam verschiedene Möglichkeiten zur Verringerung der Umweltwirkungen von Autos. Dazu gehören leichtere Fahrzeuge, geringere Emissionen und Elektroautos. Die Experten analysieren diese Themen und diskutieren die Chancen und Herausforderungen bei den Metallen, die für den Bau solcher Fahrzeuge notwendig sind. Rohstoffe wie Stahl, Aluminium, Platinoide, Lithium, Nickel, Kobalt und Kupfer sind der Schlüssel zu nachhaltigeren Transportsystemen.

Vincent Hamelink, Chief Investment Officer Investment Management bei Candriam: „Jedes Metall und Erzmineral hat seine eigenen Risiken und Chancen. Wir wollen die Umwelt- und Sozialfolgen einer grenzenlosen Ausbeutung der für die Metallgewinnung notwendigen Erze nicht kleinreden. Würde man den Sektor aber grundsätzlich aus den Portfolios ausschließen, könnten Anleger die Chancen der Energiewende verpassen. Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels muss der Bergbausektor dazu beitragen, dass die Wirtschaft grüner wird.