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Experten

Schroders
In welchem Verhältnis steht die Effizienz der digitalen Revolution zu den entstehenden CO2-Kosten? | © Schroders

Schroders zum Klimawandel Digitalisierung fördert Energieeffizienz

Die digitale Transformation der Wirtschaft ist ein globales Phänomen. Die Hälfte der Menschheit ist mittlerweile an das Internet angeschlossen. Was dieser Megatrend für die Kohlenstoffemissionen bedeutet, erklärt das Klimawandel-Team von Schroders.

02.11.2018 - 12:47 Uhr | Von: 

Mit der Verbreitung von „vernetzten Geräten“ ist die Bevölkerungszahl aufgrund der zunehmenden Digitalisierung der physischen Welt keine Beschränkung für das Wachstum mehr. Fernseher, Autos, Maschinen und Gebäude werden immer mehr zu vernetzten Geräten. Der Technologieberater Gartner schätzt, dass es 2017 8,4 Milliarden vernetzte Geräte gab – eine Zahl, die Prognosen zufolge bis 2020 auf über 20 Milliarden ansteigen wird. Außerdem sorgen das zunehmende Medien-Streaming und das Wachstum von Kryptowährungen für einen immer größeren Bedarf an Rechenleistung.

Es gibt stichhaltige Argumente dafür, dass Datenanalysen vom „Internet der Dinge“ Energieeffizienzen hervorbringen können. Bei der Herstellung können die Produktivität und die Qualität verbessert werden. Intelligentere Gebäude und Städte können Energie effizienter einsetzen, indem sie Erkenntnisse aus Tausenden von Sensoren erfassen.

Es lässt sich jedoch nicht abstreiten, dass die digitale Wirtschaft einen enormen Bedarf an Rechenleistung erzeugt und der Betrieb und die Kühlung von Servern sehr große Mengen an Energie erfordern. So entspricht der Energiebedarf von Bitcoin schätzungsweise rund 20 Megatonnen CO2 – oder einer Million Transatlantikflügen. Die CO2-Bilanz des Liedes „Despacito“, das auf Youtube mehr als fünf Milliarden Mal abgespielt wurde, ist theoretisch mit den jährlichen Emissionen von rund 100.000 Taxis vergleichbar. Insgesamt entfallen schätzungsweise rund 7 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs auf die digitale Wirtschaft – bis 2020 wird ein Wert von 12 Prozent prognostiziert.

Das Gute ist, dass wir parallel zur Zunahme des Datenbedarfs eine starke Dynamik bei den Zielen zur Unternehmensnachhaltigkeit sehen. 145 Unternehmen haben sich dazu verpflichtet, weltweit zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien zu setzen, und dieses Ziel hat auch Einfluss auf ihren Bedarf an Rechenleistung. Dies unterstützt den Trend der Auslagerung an energieeffizientere Anbieter von Rechenleistung, wie die Cloud- oder gemeinsam von mehreren Parteien genutzten Datenzentren. Anbieter, die ihre Datenzentren mit erneuerbaren Energien betreiben, können von diesem Trend besser profitieren.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.