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Experten

Schroders
E-Scooter auf den Straßen: Eine neue Disruption?  | © Getty Images

Software, Recht, Gesundheit Disruption – fünf Dinge, die Anleger wissen sollten

Ob Online-Shopping oder Genmanipulation: Disruptive Technologien verändern unseren Alltag. Doch was ist Disruption, und was bedeutet sie für Anleger? Fünf Antworten gibt Alex Tedder, Leiter und Investmentchef für globale und US-Aktien bei Schroders, in der Themengalerie.

05.08.2019 14:10 |
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Wir bezahlen mit dem Handy, sprechen mit unserem Haus und lassen uns von Robotern operieren. Was vor zwanzig Jahren noch wie Science-Fiction klang, ist heute Realität. Neue Erfindungen und Technologien sind Teil unseres Lebens. Doch bevor sie sich durchsetzten, stießen manche Erfindungen und Ideen auf Widerstand, weil sie traditionelle Prozesse störten.

Was ist Disruption?

Genau das bezeichnet der Begriff „Disruption“, der vom identischen englischen Wort stammt und als „Störung“ oder „Problem“ übersetzt werden kann, die eine Aktivität oder einen Prozess unterbrechen. Disruptive Innovation unterscheidet sich insofern von „normaler“ Innovation, dass sie eine komplette Umstrukturierung beziehungsweise Zerschlagung des bestehenden Modells mit sich bringt.

„Im Kontext der globalen Wirtschaft kann Disruption durch verschiedene Faktoren entstehen“, erklärt Alex Tedder, Leiter und Investmentchef für globale und US-Aktien bei Schroders. „Disruption entsteht durch technische Neuerungen wie zum Beispiel das Internet, mobile Telefone oder künstliche Intelligenz“, so Tedder. Sie könne aber auch von Verbrauchern ausgehen, etwa wenn diese ihr Verhalten ändern. So hat die Umstellung auf Online-Shopping dazu beigetragen, dass sich der Einzelhandel ebenfalls anpassen und die Kunden über verschiedene Kanäle ansprechen muss.

Disruption entsteht aber auch durch neue Regulierungen und Regierungspolitik. „Wenn Gesetzgeber beispielsweise beschließen, auf erneuerbare Energien umzusteigen, kann das den Energiemarkt und die Energiebranche radikal verändern“, sagt der Aktienexperte. Ein weiteres Beispiel: Die Tabak- und Alkoholindustrie. Wenn der Vertrieb von Tabak- und Alkoholerzeugnissen plötzlich eingeschränkt wird, können Geschäftszweige wegbrechen – oder es ist Erfindungsgeist gefragt. Man denke nur an die zunehmende Beliebtheit von E-Zigaretten.

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