Sie besuchen Multiasset.com mit einem veralteten Internet Explorer. Darstellung und Nutzungserlebnis sind deshalb nicht optimal.
Aktuelle Version kostenlos herunterladen »

Experten

BlackRock
Computer, Laptops, Smartphones – der Digitalisierung kann sich heute kaum noch jemand entziehen. | © Getty Images

Thema Digitalisierung fürs Portfolio Noch immer unter Strom

Einkaufen, Reisen buchen, Musik hören, Geld überweisen – die digitale Wirtschaft verdrängt etablierte Geschäftsmodelle und schafft völlig neue Tätigkeitsfelder. Welche das sind und wie Anleger sie nutzen können, beschreibt iShares-Vertriebsexperte Thomas Wiedenmann.

30.11.2016 - 17:24 Uhr | Von:  in BlackRock

Die fortschreitende Digitalisierung ist längst kein neues Anlagethema mehr – abgeschlossen ist der Prozess aber noch längst nicht. Denn die Digitalisierung wird auf globaler Ebene durch zwei nachhaltige Megatrends gestützt: zum einen die technologische Entwicklung mit gefühlt immer größeren und schnelleren technologischen Durchbrüchen, zum anderen Demografie und sozialer Wandel mit der Folge, dass neue Technologien von Verbrauchern immer mehr angenommen werden.

Wie beeinflussen diese beiden Megatrends konkret Verbraucherverhalten, Produktivität und Produktinnovationen? Technologisch immer komplexere Produkte bieten Verbrauchern mehr Funktionalität bis hin zu multi-sensorischen Erlebnissen. Im Gegenzug treffen sie auf immer technikaffinere und anspruchsvollere Zielgruppen. Im Wechselspiel entstehen so immer neue Anwendungen. Ein Beispiel: Während vor zehn Jahren ein Handy zum Telefonieren genutzt wurde, sind Smartphones heute längst vollwertige Computer mit immer größerer Verarbeitungskapazität, Funktionalität, Bedienungskomfort, visuellem Erleben und Vernetzung.

Neue Geschäftsmodelle durch Digitalisierung

Die digitale Wirtschaft verdrängt etablierte Geschäftsmodelle und schafft völlig neue Tätigkeitsfelder. Mit der Finanzbranche haben wir ein Beispiel digitaler Innovation in bisher nicht gekanntem Ausmaß und Geschwindigkeit vor der Haustür. Investitionen in Finanztechnologie (FinTech), die Geschäftsmodelle konventioneller Banken weltweit massiv unter Druck bringen, sind laut einer Studie der Citigroup zwischen 2010 und 2015 von 1,8 Milliarden US-Dollar auf 19 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Statt bei lokalen Rechen- und Speicherkapazitäten spielt die Musik heute in der Cloud. Eine Studie der Synergy Research Group hat gezeigt, dass der globale Cloud-Computing-Markt 2015 bereits Rekordumsätze von 110 Milliarden US-Dollar verzeichnete. Das stationäre Computing und Internet ist mittlerweile mobil und generiert laut einer Prognose der Boston Consulting Group bis 2017 geschätzte 1,546 Milliarden US-Dollar. Mit dem gewaltigen Wachstum der mobilen Zahlungstransaktionen – Schätzungen zufolge sollen sich diese von 2014 bis 2018 mehr als verdreifachen  – wächst auch der Bedarf an Cyber-Sicherheitslösungen auf 170 Milliarden US-Dollar bis 2020.  Das geht aus einer Untersuchung der Bank of America Merrill Lynch hervor.