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Mitglieder des Deutschen Gewerkschaftsbundes: Betroffene protestieren in Berlin für eine Rentenreform | © Getty Images

Trotz Vorsorge Generation 50Plus rechnet mit Rentenlücke

Viele Deutsche sorgen inzwischen privat fürs Alter vor. Einer aktuellen Amundi-Umfrage zufolge macht sich die Mehrheit dennoch Sorgen um ihren Lebensstandard.

28.03.2018 - 16:51 Uhr | Von:  in Research

Die heutige Generation der über 50-Jährigen macht sich Sorgen über ihr Leben im Ruhestand. Ihre derzeitige gesetzliche Altersvorsorge wird wohl nicht für den Lebensabend reichen, sind sich 63 Prozent sicher. Auch wenn die gesetzliche Rente mit einer betrieblichen und privaten Vorsorge ergänzt wurde, geht jeder Zweite (51 Prozent) davon aus, im Ruhestand nicht genug Geld zu haben. Das geht aus einer aktuellen Amundi-Umfrage zur privaten Altersvorsorge hervor, deren vierter Teil sich dem Vorsorgeverhalten der Generation 50Plus widmet. Befragt wurden 1.000 Personen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren.

„In unserer vierten Umfrage-Runde haben wir den Schwerpunkt auf die Generation der heute über 50-jährigen gelegt“, so Gottfried Hörich, Deputy CEO und Head of Sales bei Amundi Deutschland. „Wie sich zeigt, sorgt sich diese Generation um ihren Lebensstandard im Ruhestand. Ihnen ist klar, dass allein eine gesetzliche Vorsorge in den meisten Fällen nicht ausreichen wird. Mehr Aufklärung und vor allem auch eine sinnvolle Ergänzung durch betriebliche und private Maßnahmen werden somit immer wichtiger.“

In der aktuellen Befragung legt die Amundi-Studie den auf Fokus das Sparverhalten, die Gefahr der Rentenlücke sowie die Einstellungen und Zukunftswertungen der 50 bis 65-Jährigen im Hinblick auf die private Altersvorsorge. Dabei zeigen sich signifikante Unterschiede.

Geschlechterunterschiede im Sparverhalten

Die Altersvorsorge der befragten Studienteilnehmer basiert zum großen Teil auf gesetzlichen Maßnahmen. 88 Prozent werden nach dem Ende ihrer Erwerbstätigkeit voraussichtlich eine gesetzliche Altersvorsorge beziehen. 38 Prozent sorgen privat vor und 32 Prozent haben eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen. Ins Auge fallen Unterschiede zwischen den Geschlechtern – sowohl bei den Abschlüssen als auch bei der Geldaufwendung: 42 Prozent der Männer haben eine private Altersvorsorge abgeschlossen, jedoch nur 32 Prozent der Frauen. Gleichwohl legen immerhin 55 Prozent der Frauen monatlich bis zu 200 Euro zurück, bei den Männern liegen die Beträge höher. Nur 42 Prozent der Männer verwenden monatlich weniger als 200 Euro für ihre Absicherung.

Das wohl bekannteste Altersvorsorge-Produkt, die Riester-Rente, wird von den weiblichen Teilnehmern der Amundi-Studie deutlich bevorzugt: Sechs von zehn Frauen (61 Prozent) „riestern“, wohingegen nur knapp die Hälfte der Männer (48 Prozent) Geld in diese Altersvorsorge-Maßnahme steckt. Männliche Senioren bevorzugen eher Aktien. Ein Fünftel (20 Prozent) ihres Budgets für die private Altersvorsorge ist in Aktien investiert. Das trifft nur auf jede zehnte Frau zu (11 Prozent).