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Der Jugend-Finanzmonitor der Schufa zeigt, dass bei Jugendlichen die Unsicherheit im Umgang mit Finanzen bei zunehmender Komplexität steigt | © Pixabay

Schufa-Umfrage Jugendliche sind bei Finanzthemen unsicher

Welch ein Drama! Nur 8 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland verfügen über sehr gute bis gute Finanzkompetenzen. Das geht aus dem aktuellen Jugend-Finanzmonitor der Wirtschaftsauskunftei Schufa hervor.

11.07.2018 - 10:04 Uhr | Von:  in Research

Die Wirtschaftsauskunftei Schufa hat im Rahmen ihrer Bildungsinitiative Wirtschaftswerkstatt den aktuellen Jugend-Finanzmonitor vorgestellt. Dafür befragten Experten des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Mai 2018 über 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene sowie als Vergleichsgruppe Eltern zwischen 40 und 55 Jahren nach deren Finanzwissen. Die Ergebnisse sind eindeutig: Nur 8 Prozent der Jugendlichen verfügen über gute bis sehr gute Finanzkenntnisse. Bei der Elterngeneration sind dies 13 Prozent. Ein Großteil der Befragten zwischen 16 und 25 Jahren (66 Prozent) gab an, lediglich über ein befriedigendes bis ausreichendes Finanzwissen zu verfügen – gegenüber 77 Prozent unter den 40- bis 55-Jährigen.

„Ziel der Wirtschaftswerkstatt ist es, die Finanzkompetenz junger Menschen zu stärken“, sagt Serena Holm, Bereichsleiterin Corporate Affairs bei der Schufa. „Hierzu gehört auch, über die finanziellen Folgen des eigenen Konsums nachzudenken und grundsätzliche Mechanismen unseres Wirtschaftssystems zu verstehen.“

Unsicherheit bei komplexen Finanzthemen

Judith Leicht, stellvertretende Leiterin der Politik- und Sozialforschung von Forsa, ergänzt: „Auch wenn junge Menschen insgesamt gut mit Geld umgehen: Es herrschen massive Unsicherheiten bei finanziellen Angelegenheiten. Mit dem Jugend-Finanzmonitor soll ein Instrument geschaffen werden, mit dem die Entwicklung der Finanzkompetenz der Jugendlichen in den kommenden Jahren beobachtet werden kann.“

Der Jugend-Finanzmonitor zeigt, dass die Unsicherheit im Umgang mit Finanzen bei zunehmender Komplexität steigt: Ihr Wissen und ihre Fähigkeiten beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags beschreiben 63 Prozent der Jugendlichen als gut oder sehr gut, 62 Prozent bei der Eröffnung eines Girokontos. Doch nur 17 Prozent der Jugendlichen verfügen über gutes oder sehr gutes Wissen bei der Aufnahme eines Kredits; beim Abschluss eines Vertrags zur Altersvorsorge sind es sogar nur 14 Prozent. Ein Grund hierfür ist auch der Mangel an alltagsnahen Informationen über Finanzthemen – knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Jugendlichen wünschen sich hier eine einfache, klar verständliche Sprache.