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Skyline von Frankfurt: 12 Prozent der Deutschen setzen bei allen ihren Anlageentscheidungen auf einen Finanzberater | © Getty Images

Umfrage Mehrheit der Deutschen hält sich für Finanzexperten

Leben in Deutschland lauter Finanzexperten? Den Eindruck vermittelt zumindest eine Umfrage des Vermögensverwalters Legg Mason. Demnach glauben knapp die Hälfte der Anleger in Deutschland, sie seien ein Experte oder zumindest fortgeschritten, wenn es um Finanzen geht.

21.12.2018 - 12:24 Uhr | Von:  in Research

Wenn es nach der eigenen Einschätzung geht, sind die Deutschen Finanzexperten. Das geht aus einer Umfrage von Legg Mason hervor. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der hierzulande Befragten bezeichnet sich mit Blick auf den eigenen Kenntnisstand rund um Finanzthemen in der Umfrage als „Experte“ oder „fortgeschritten“. Immerhin noch 39 Prozent der deutschen Anleger glauben, die eigenen Kenntnisse reichen aus, um effektive Finanzentscheidungen zu treffen.

Weltweit glauben 33 Prozent der Befragten, sie seien „Experten“ oder „fortgeschritten“ in Geldfragen. Hingegen sagen 20 Prozent, das eigene Wissen sei rudimentär, 3 Prozent bezeichnen sich als Anfänger(Deutsche Anleger: 11 Prozent rudimentär, 2 Prozent Anfänger).

Besonders interessant an den Aussagen deutscher Anleger: Auf die Frage, wie das Wissen der deutschen Bevölkerung mit Blick auf Finanzen und Geldanlage insgesamt sei, gaben nur noch 6 Prozent der Befragten an, in einem Land der Finanzexperten zu leben. 22 Prozent glauben, das Wissen in diesen Themenbereichen sei fortgeschritten und 32 Prozent, es reiche aus, um Anlageentscheidungen zu treffen. Als rudimentär bezeichnen hingegen 30 Prozent der Befragten die Finanzkenntnisse der Menschen hierzulande. 10 Prozent sagen sogar, die Deutschen seien insgesamt eher Anfänger, wenn es um die Geldanlage geht.

„Die diesjährige Legg Mason Global Investment Survey weist eine deutliche Diskrepanz zwischen der Einschätzung der eigenen Kenntnisse und dem Wissen der Gesamtbevölkerung auf. Zahlreiche psychologische Studien zeigen, dass Menschen grundsätzlich dazu neigen, sich selbst besser einzuschätzen als andere. Aber gerade bei der Geldanlage, die in der Regel einen auskömmlichen Lebensabend im Rentenalter ermöglichen soll, sind solche Fehleinschätzungen natürlich fatal“, sagt Stephan Bannier, Niederlassungsleiter und Head of Germany & Austria bei Legg Mason.

12 Prozent der Deutschen fragen Finanzberater

Worauf Bannier damit anspielt: 12 Prozent der Befragten in Deutschland setzen bei allen ihren Anlageentscheidungen auf einen Finanzberater, so die Umfrageergebnisse. 25 Prozent konsultieren demnach bei dem Großteil aller Entscheidungen einen Experten und investieren nur hier und da auf eigene Faust. 24 Prozent der Anleger glauben , ihre Finanzen selbständig regeln zu können. 17 Prozent nutzen ganz selten einmal das Wissen eines Finanzexperten, bei 21 Prozent halten sich der Rat vom Finanzberater und eigene Investitionsentscheidungen die Waage. Weltweit sind es 43 Prozent aller Befragten, die alle oder einen Großteil ihrer Investitionsentscheidungen Beratern überlassen.