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An der Küste von Florida zieht Hurrikan „Dorian“ auf: Anleger konzentrieren sich angesichts aktueller öffentlicher Debatten derzeit verstärkt auf das „E“ bei „ESG“ | © Getty Images

Umfrage von NN Investment Partners zu ESG Den Wert der S- und G-Faktoren kennen viele Investoren nicht

Eine Umfrage unter professionellen Investoren von NN Investment Partners zeigt: 66 Prozent der Befragten glauben, dass bei ESG-Fragen das „E“ das größte Potenzial besitzt, die Rendite zu steigern. Nur 40 Prozent der Befragten erkennen Renditepotenzial in Governance-Faktoren und 15 Prozent in sozialen Faktoren, sagt Adrie Heinsbroek, Leiter Responsible Investment bei NN IP.

02.09.2019 - 11:48 Uhr | in Artikel

Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) rücken zunehmend in den Mittelpunkt des Anlageprozesses. In der Praxis konzentrieren sich Investoren in diesem Zusammenhang jedoch vorwiegend auf ökologische Fragen, weniger auf soziale Themen oder Governance/Unternehmensführung. NN Investment Partners (NN IP) hat in einer Umfrage zum Thema verantwortungsbewusstes Investieren untersucht, welche ESG-Faktoren nach Auffassung von professionellen Investoren das größte Potenzial besitzen.

Für die Untersuchung wurden 290 professionelle Investoren im Mai 2019 zu verantwortungsbewusstem Investieren befragt. Die Anleger stammen vorrangig aus fünf Ländern: Frankreich, Deutschland, Niederlande, Italien, Belgien, dazu kam ein Panel aus Großbritannien und Skandinavien.

Verpassen Anleger Anlagemöglichkeiten?

Wenn es um Renditechancen geht, sehen der Umfrage zufolge 66 Prozent der professionellen Investoren das größte Potenzial in Umweltfaktoren. Governance (40 Prozent) und soziale Faktoren (15 Prozent) liegen in dieser Frage weit zurück. Verpassen Anleger, die nicht über das „E“ in ESG hinausschauen, Anlagemöglichkeiten?

Unter den verschiedenen ökologischen Aspekten ist der Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien das zentrale Thema: Von den Befragten sagen 87 Prozent, dieses Thema besitze erhebliches Potenzial zur Steigerung der Anlagerenditen. Danach folgen der Kampf gegen Klimawandel (81 Prozent) und Umweltverschmutzung (78 Prozent).

Allerdings gab es zwischen den Ländern beachtliche Unterschiede: Französische Investoren ließen die ausgewogensten Auffassungen erkennen: Ihre Bewertung des Renditepotenzials von E-Faktoren (52 Prozent) war niedriger als für G-Faktoren (56 Prozent). Auch das Renditepotenzial von S-Faktoren (35 Prozent) wurde unter den französischen Umfrageteilnehmern deutlich höher bewertet als im Durchschnitt aller Länder.