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Schiff im Hamburger Hafen: Die deutsche Wirtschaft kann momentan nichts aufhalten. Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) rechnen mit einem robusten Wachstum von 2 Prozent im kommenden Jahr.  | © Pixabay

Vertrauens-Index Deutschlands Wirtschaft auf Platz 1

Wie ist es um das Wirtschaftsvertrauen in einzelnen Ländern bestellt? Und wie hat es sich in den vergangenen Jahren entwickelt? Diesen Fragen geht das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) mit seinem Vertrauensindex nach.

22.12.2017 - 15:15 Uhr | Von:  in Research

Vertrauen ist die Basis zwischenmenschlicher und wirtschaftlicher Beziehungen. Der aktuelle Vertrauens-Index des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, wie ausgeprägt das Vertrauen in Deutschland sowie 19 weiteren europäischen Ländern ist. Insgesamt landet die Bundesrepublik in dem Barometer auf dem fünften Platz und hat sich damit im Vergleich zum Jahr 2014 um zwei Ränge verbessert.

Die nachfolgende Grafik zeigt den aktuellen Vertrauens-Index des IW:

In der Kategorie Wirtschaftssystem belegt Deutschland im aktuellen Ranking sogar den ersten Platz. Nirgendwo sonst vertrauen die Menschen stärker in wirtschaftliche Prozesse. Grund dafür sind die erfreulichen Konkjunkturdaten und die niedrige Arbeitslosenquote, erklärt IW-Ökonom Dominik Enste.

Vertrauen schafft Wachstum

Grundsätzlich zeigt sich im IW-Vertrauens-Index, dass Länder mit einem höheren Vertrauensniveau auch ein höheres Bruttoinlandsprodukt pro Kopf haben. Allerdings zeigt das Beispiel Großbritannien, dass eine starke Wirtschaft und ein brummender Arbeitsmarkt allein nicht ausschlaggebend sind: Nach der Brexit-Wahl im Juni 2016 haben die Bürger im Vereinigten Königreich Vertrauen verloren und entsprechend im Ranking Federn gelassen. Landeten die Briten vor drei Jahren noch auf Platz 2, sind sie mittlerweile um vier Ränge abgestürzt.

Fehlt das Vertrauen, muss es durch Kontroll- und Strafmechanismen ersetzt werden. Das ist allerdings mit Kosten verbunden: Müssen Produkte geprüft oder Verträge durchgesehen werden, kostet das Zeit und Geld – sogenannte Transaktionskosten. Vertrauen sich die Wirtschaftsparteien gegenseitig, können diese Kosten eingespart werden.