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Börsentafel in Tokio: Der japanische Yen korrelierte in den vergangenen Jahren konstant negativ mit den globalen Aktienmärkten | © Getty Images

Währungsanalyse Schweizer Franken verliert Status als sicherster Hafen

Der Schweizer Franken galt vielen Anlegern lange als sicherster Hafen in Krisenzeiten. Doch offenbar steht jetzt eine andere Währung im Rampenlicht.

12.07.2017 - 15:31 Uhr | Von:  in Märkte

Der Yen ist die sicherste aller Währungen, so das Ergebnis einer Korrelationsstudie der US-Investmentbank Goldman Sachs. In den vergangenen zehn Jahren bewegte sich die japanische Währung stärker als der Schweizer Franken entgegen der korrespondierenden Bewegungen globaler Risiko-Assets.

Goldman-Ökonomen verglichen über die Zeiträume 2007 bis 2011 und 2012 bis 2016 tägliche und monatliche Schwankungen für einen Korb von 28 globalen und frei handelbaren Währungen aus Industrie- und Schwellenländern. Dabei stellte sich heraus, dass der Yen die konstanteste negative Korrelation mit den globalen Aktienmärkten, US-Rohölpreisen und zehnjährigen US-Staatsanleihen aufweist.

Unsichere Aussichten bei Schwellenländern

„Der Yen ist unter den sicheren Häfen der sicherste Hafen, während der Schweizer Franken und der US-Dollar um den zweiten Platz wetteifern“, so die Goldman-Experten in der Studie. „Am anderen Ende des Spektrums konkurrieren einige Schwellenländer um den Titel der größten Risikowährung“. Der mexikanische Peso, der südafrikanische Rand sowie der kanadische und australische Dollar sind die konsistentesten Risiko-Währungen.

Über den Zeitablauf erscheinen diese Korrelationen relativ stabil, den US-Dollar ausgenommen. Zum Beispiel war die negative Korrelation zwischen dem US-Dollar und dem Ölpreis zwischen den Jahren 2012 und 2016 schwächer als zwischen den Jahren 2007 und 2011.