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Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire (l.) nach einer Probefahrt mit dem Alpine A110, Neuentwicklung des Renault-Konzerns: 2018 wird die Beschäftigung in der Eurozone um 1,8 Millionen laut Prognose von Ernest & Young steigen | © Getty Images

Wirtschaftsstimmung im Euroraum Gute Laune wie seit 17 Jahren nicht mehr

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Dezember weiter verbessert. Industrieunternehmen können ihre Belegschaft gar nicht schnell genug vergrößern. Kommen dennoch Kursrückschläge an den Börsen, sollten Anleger zugreifen, rät Schroders.

08.01.2018 - 15:13 Uhr | Von:  in Aktien

Die Wirtschaftsstimmung zwischen Lissabon und Tallinn hat sich im Dezember mit 116,0 Punkten (Vormonat: 114,6 Punkte) so gut wie zuletzt vor mehr als 17 Jahren gezeigt. Der im Auftrag der EU-Kommission ermittelte Index stieg auf den höchsten Stand seit Oktober 2000 und lag leicht über den Erwartungen der Volkswirte (114,8 Punkte).

Sämtliche Sub-Indizes, die für die Ermittlung des Gesamtbildes herangezogen werden, legten zu: So kletterte der Index der Industrie auf 9,1 (Vormonat: 8,1) Punkte. Der Index des Dienstleistungssektors verbesserte sich auf 18,4 (16,4) Punkte. Der Index der Bauwirtschaft verdoppelte sich nahezu auf 2,7 (1,5) Punkte. Der Einzelhandels-Index stieg auf 6,2 (4,3) Punkte. Auch das Verbrauchervertrauen stieg weiter: Der entsprechende Index sprang auf 0,5 (0,0) Punkte.

Gute und solide Indikatoren aus ganz Europa gemeldet

Der in Deutschland erhobene Wirtschaftsstimmungsindex stieg auf 116,0 (114,4) Punkte, während die Wirtschaftsstimmung in Frankreich sogar auf 114,2 (111,9) Punkte anzog. Aus Italien wurde ein stagnierender Indikator mit 112,1 Punkten gemeldet. Spaniens Wirtschaftsstimmungsindex ging minimal auf 110,0 (110,8) Punkte zurück.

Wie die EU-Kommission weiter meldete, wollen die Industrieunternehmen im Euroraum ihre Belegschaft schneller vergrößern als bisher geplant. Der entsprechende Index erzielte ein Rekordhoch, das seit mehr als 30 Jahren nicht mehr erreicht wurde.

„Nach der globalen Finanzkrise und der Staatsschuldenkrise ist die wirtschaftliche Erholung der Region jetzt in vollem Gange. Die bessere Konjunktur stützt die Nachfrage. Infolgedessen sind die europäischen Unternehmen profitabler geworden“, so Rory Bateman, Leiter UK & European Equities bei Schroders. Das läge unter anderem an der größeren Preissetzungsmacht der Unternehmen – sie könnten die Preise erhöhen, ohne Nachfrage zu verlieren.